Toll! 106 Millionen Euro für Dresdner Schulen und Kitas

Dresden - Knapp 106 Millionen Euro bekommt Dresden vom Freistaat für Baumaßnahmen an Schulen und Kitas. Wie die zwischen den städtischen Einrichtungen und jenen der freien Träger verteilt werden, regelt ein vom Rathaus erarbeiteter Maßnahmeplan. Durch den bekommen die Freien Schulen mehr Geld als ihnen auf Grundlage der Schülerzahlen eigentlich zusteht. Das fehlt dann aber woanders.

Bürgermeister Peter Lames (55, SPD, r.) und Projektkoordinator Christian Schenk haben den Maßnahmeplan vorgestellt.
Bürgermeister Peter Lames (55, SPD, r.) und Projektkoordinator Christian Schenk haben den Maßnahmeplan vorgestellt.  © Steffen Füssel

"Der Freistaat hat die freien Schulträger lange Jahre sehr knapp gehalten", sagt Finanzbürgermeister Peter Lames (56, SPD), der das Bildungsressort derzeit kommissarisch leitet.

Deshalb sollen die nun alle Gelder erhalten, die sie beantragt haben. Das sind 19,9 Millionen Euro und damit vier Millionen mehr als die Berechnung nach Schülerzahlen vorsieht.

Mit dem Geld werden unter anderem die neue Waldorfschule und die Freie Montessorischule gefördert. Die städtischen Schulen bekommen 77,2 Millionen Euro, die kommunalen Kitas 8,8 Millionen Euro.

Durch die Umverteilung der Fördermillionen muss die Stadt für ihre Schulen in den nächsten Haushalt höhere Eigenmittel einplanen.

Eine weitere Auswirkung: Für die Gesamtsanierung der 76. Oberschule stehen weniger Fördermittel zur Verfügung. Statt der möglichen rund 15 Millionen Euro will Lames nur 4,3 Millionen Euro beantragen.

Der Stadtrat muss dem Maßnahmeplan noch zustimmen.

Ralf Rangnick besorgt Geld für Lernförderung in Prohlis

Ralf Rangnick (61, l.) hat den Kontakt zwischen Schulleiter Jörg Jacobi (56, M.) und Westminster-Chef Marian Ziburske (39, r.) hergestellt.
Ralf Rangnick (61, l.) hat den Kontakt zwischen Schulleiter Jörg Jacobi (56, M.) und Westminster-Chef Marian Ziburske (39, r.) hergestellt.  © Thomas Türpe

So schnell kann's gehen: Ein Brief, ein paar Anrufe und schon kommen Ex-RB Leipzig-Trainer und -Sportdirektor Ralf Rangnick (61), Kultusminister Christian Piwarz (44, CDU) und der Geschäftsführer der Westminster Unternehmensgruppe Marian Ziburske (39) mit einem Scheck vorbei.

Genau so ist es der Schule zur Lernförderung "Albert Schweitzer" in Prohlis gestern passiert.

Deren Schüler wünschen sich sehnlichst einen Spielplatz. Also hat Lehrerin Marion Pfleger (62) einen Brief an die "Ralf Rangnick Stiftung" geschrieben.

Die vermittelt im Patenschaftsprojekt "Unternehmen machen Schule" Kooperationen zwischen regionalen Unternehmen und Grundschulen.

Für die Dresdner Schule wurde in nur 20 Minuten die Westminster Unternehmensgruppe gefunden, erzählt Rangnick.

Die unterstützt die Schule nun mindestens für drei Jahre mit jährlich 10.000 Euro. Doch dabei soll es nicht bleiben. Auf Anregung Rangnicks will Piwarz das Gespräch mit OB Dirk Hilbert (48, FDP) suchen, um für den Spielplatz vielleicht noch eine andere Lösung zu finden.

Sollten dafür noch ein paar Euro fehlen, werde er die Gelder besorgen, so Rangnick. Gelingt das, könnte das Geld aus der Patenschaft für andere Dinge eingesetzt werden.

Die Dresdner Schule ist die erste außerhalb des Großraums Leipzig, wo es bereits mehr als 45 solcher Patenschaften gibt.

Titelfoto: Steffen Füssel

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