Das war nicht neutral! Hatte ARD-Mann Bartels Red Bull im Blut?

ARD-Kommentator Tom Bartels (52): Ein heimlicher RB Leipzig-Fan?
ARD-Kommentator Tom Bartels (52): Ein heimlicher RB Leipzig-Fan?  © DPA

Leipzig - Am Mittwochabend elektrisierte die DFB-Pokal-Begegnung zwischen RB Leipzig und dem FC Bayern München die Zuschauer. In Unterzahl erwehrten sich die Roten Bullen dem Ansturm des deutschen Rekordmeisters. Erst im Elfmeterschießen wurde die Partie zugunsten der Münchner entschieden.

Und 8,89 Millionen TV-Zuschauer waren perfekt unterhalten. Bis auf einen faden Beigeschmack: verursacht von ARD-Kommentator Tom Bartels.

Der 52-Jährige hatte scheinbar Bullen-Hörner auf dem Kopf. Denn er begleitete die Partie sprachlich arg einseitig: pro RB Leipzig.

Fast war man geneigt mal aufzustehen, zu Tom Bartels ans Kommentatoren-Pult zu laufen und zu schauen, ob er eine rote Hose und ein weißes Shirt trägt, oder ob neben seinem Pult mindestens fünf Paletten rote Brause stehen.

Bei internationalen Spielen soll es so sein, dass der Mann am Mikrofon parteiisch ist. Pro Deutschland. Ein bisschen Patriotismus muss sein.

Aber bei nationalen Spielen sollte man objektiv berichten und nicht sein Herz einer Seite schenken. Bartels erwähnte nicht nur den Brausekonzern Red Bull sehr oft, er legte jede knifflige Situation pro Leipzig aus.

Arturo Vidal foult Emil Forsberg vor dem Strafraum. Moderator Bartels legte sich pro Leipzig fest: "Das war eindeutig ein Elfer..." Die Schiedsrichter sahen das anders.
Arturo Vidal foult Emil Forsberg vor dem Strafraum. Moderator Bartels legte sich pro Leipzig fest: "Das war eindeutig ein Elfer..." Die Schiedsrichter sahen das anders.  © DPA

Das Foul von Arturo Vidal an Emil Forsberg war in der Tat unstrittig. Für Bartels war es aber auch unstrittig im Strafraum - war es aber nicht. Das Foul begann vor dem Strafraum. Auf Facebook zerfleischten sich aktive Schiedsrichter in ihrer Gruppe „IG Schiedsrichter“, ob dies nun ein Elfer war oder nicht.

Bartels legte sich fest, sprach beim zurückgenommenen Elfer von „ungerecht“, äußerte „leider“ bei Aktionen für Bayern, seufzte später sogar mal ein „ach, schade“ in die Wohnzimmer der Republik. Das geht so nicht.

Gleichfalls forderte der Kommentator nahezu für jedes Foul der Bayern eine Karte. Hätte der fürchterlich finster pfeifende Schiri Felix Zwayer alle geforderten verteilt - Sven Ulreich hätte die Partie allein beendet - mit dem eingewechselten Kwasi Wriedt an seiner Seite. Oft hatte Bartels ja Recht, aber halt nicht immer.

Zu Gute muss man Bartels halten, dass er beim dann tatsächlich erfolgten Elfmeterpfiff in der zweiten Hälfte auch erkannte, dass dies nun wirklich kein Elfer war.

Zum Schluss sagte Bartels: „Es wäre für den Fußball in Deutschland nicht schlecht, wenn sich Leipzig weiter anlegt mit den Bayern und es aufnimmt mit den Großen.“ Da hat er recht.

So schimpft das Netz über Bartels


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