"Kroos"-Premiere: Bayern gab "Wahnsinns-Angebot", aber er ging zu Real Madrid

Köln - Für Nationalspieler Toni Kroos ist die Veröffentlichung eines Dokumentarfilms über ihn eine "spezielle" Erfahrung.

Toni Kroos am Sonntag bei der Filmpremiere in Köln.
Toni Kroos am Sonntag bei der Filmpremiere in Köln.  © DPA

"Mit dem Ziel bin ich wirklich nicht in meine Karriere gegangen, dass da irgendwann mal ein Kinofilm bei herauskommt", sagte der 29 Jahre alte Fußballprofi von Real Madrid am Sonntag vor der Premiere von "KROOS" in Köln. Die Doku kommt ab 4. Juli in die Kinos. (Lese hier eine ausführliche "Kroos"-Filmkritik von TAG24).

Für den Film habe er auch private Einblicke zulassen müssen, versicherte der viermalige Champions-League-Sieger und Weltmeister von 2014.

"Man muss natürlich sehen, dass ein Kinofilm nur mit Fußballszenen einfach nicht interessant genug ist", sagte er. Der Film zeige das "richtige Bild" über ihn. "Für mich ist es natürlich auch wichtig, dass die Leute das richtige Bild haben."

Mit Blick auf seine weiteren sportlichen Ziele sagte Kroos: "Es muss das Ziel sein, die nächsten vier Jahre, die ich noch Vertrag habe, auf dem Niveau, das ich die letzten fünf, sechs Jahre hatte, noch zu spielen." Ob er noch einmal in Deutschland spielen werde, sei "ein bisschen schwer zu beantworten".

Bayern München gab laut Hoeneß ein Wahnsinns-Angebot für Kroos ab

Auch Ex-Bayerntrainer Jupp Heynckes und Bayern-Präsident Uli Hoeneß kamen zur "Kroos"-Premiere nach Köln.
Auch Ex-Bayerntrainer Jupp Heynckes und Bayern-Präsident Uli Hoeneß kamen zur "Kroos"-Premiere nach Köln.

Bayern-Präsident Uli Hoeneß erwartet nicht, dass Fußball-Nationalspieler Toni Kroos noch einmal als Profi für einen deutschen Club aufläuft. "Das würde ich ihm nicht raten", sagte Hoeneß in Köln am Rande der Premiere der Dokumentation "KROOS".

Den Abgang von Kroos im Sommer 2014 zu Real Madrid sieht der FC-Bayern-Boss auch im Nachhinein nicht als Fehler.

"Für ihn war es eine gute Entscheidung - und für uns vielleicht auch." Der ehemalige München-Profi und viermalige Champions-League-Sieger Kroos habe damals von den Bayern ein "Wahnsinns-Angebot" bekommen, das er nicht angenommen habe.

"Er hatte eine fantastische Zeit in München und hat eine noch tollere jetzt bei Real Madrid."

Und weiter: "Ich glaube, aus ihm ist ein großartiger Spieler und eine tolle Persönlichkeit geworden, und da können wir doch alle miteinander zufrieden sein", meinte Hoeneß. "Wir haben keinen Anspruch auf den Besitz eines jungen Menschen."

Ein Fan macht ein Selfie mit Toni Kroos.
Ein Fan macht ein Selfie mit Toni Kroos.  © DPA

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