Sachsen versenkt Millionen im Torgauer Hafen

Teure Dauerbaustelle: der Elbhafen in Torgau. Rechts: Wolfam Günther (44, Grüne).
Teure Dauerbaustelle: der Elbhafen in Torgau. Rechts: Wolfam Günther (44, Grüne).  © dpa/Sebastian Willnow, Ove Landgraf

Dresden/Torgau - Das ist Sachsens feuchtes Millionengrab. Die Bauarbeiten am landeseigenen Binnenhafen Torgau werden teurer: Statt geplanter 13,7 Millionen Euro werden 16,1 Millionen fällig.

Ans Licht gekommen ist die Angelegenheit durch den Grünen-Landtagsabgeordneten Wolfram Günther (44). Der spricht nun angesichts der Kostensteigerung von einem "Skandal" und fordert, dass der Sache auf den Grund gegangen wird - vom Landesrechnungshof.

Der Hafen wird aktuell für Anbindungen an Straße, Schiene und Wasser runderneuert. Dazu ersetzt man die verschlissene Kaimauer, erneuert Gleisanlagen, tauscht zwei alte Kräne gegen einen modernen Kran. In einem zweiten Bauabschnitt werden Schienen und Signalanlagen erneuert, die vom Hafen durch die Stadt verlaufen. Baustart für den Hafen war im April 2015.

"Die Planungen mussten jedoch unter anderem aufgrund von Veränderungen im Untergrund, wahrscheinlich verursacht durch das Hochwasser 2013, überarbeitet werden", so das zuständige Finanzministerium. Man habe es nämlich plötzlich mit "betonaggressivem Grundwasser" zu tun. Bei ersten Analysen 2010 sei das noch unauffällig gewesen ...

Der Hafen soll im Frühjahr wieder in Betrieb genommen werden, die Bahnstrecke durch die Stadt Ende 2018.


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