So soll unser Russen-Panzer gerettet werden

Der Sockel des Russen-Panzers ist mit Graffiti verschmiert, der Rost nagt überall. Ein Subbotnik soll für die Sanierung sorgen.
Der Sockel des Russen-Panzers ist mit Graffiti verschmiert, der Rost nagt überall. Ein Subbotnik soll für die Sanierung sorgen.

Torgau - In der 4500-Seelen-Gemeinde Beilrode (bei Torgau) steht eines der letzten Russenpanzer-Denkmale in Deutschland. Leider führt der martialische Koloss aus Stahl eher ein Jammerdasein: Rost hat ihm zugesetzt, Schrottdiebe schraubten Teile ab, Schmierfinken verewigten sich an ihm. Jetzt soll die Dorfbevölkerung ihren T-34 retten - vielleicht mit einem Subbotnik.

Seit nunmehr 40 Jahren ist ein 85-mm-Kanonenrohr auf das Gemeindeamt von Beilrode gerichtet.

Doch Bürgermeisterin Heike Schmidt (51) fühlt sich nicht bedroht: „Dieser Panzer gehört einfach zu Beilrode. Er ist ein Wahrzeichen und sorgt bei Gästen immer für bleibenden Eindruck.“

Nur in letzter Zeit einen immer verfalleneren. Dass der Russenpanzer vom Sockel geholt und an ein Museum verschachert wird - Angebote gab es bereits - steht nicht zur Debatte. Da hat sich der Gemeinderat eindeutig positioniert. Doch der marode Zustand kann nicht mehr hingenommen werden.

Bürgermeisterin Heike Schmidt (51) sucht dringend freiwillige Helfer, die den Panzer von Beilrode wieder zum Prachtstück machen.
Bürgermeisterin Heike Schmidt (51) sucht dringend freiwillige Helfer, die den Panzer von Beilrode wieder zum Prachtstück machen.

Eine grundhafte Säuberung ist nötig, Rost und Schmiererei sollen verschwinden. Heike Schmidt hofft auf Hilfe aus der Einwohnerschaft: „Wer Interesse hat, darf sich gern melden. Die Gemeinde würde auch Material und Farbe zur Verfügung stellen.“ Zusagen gab es bereits, der Termin für den Subbotnik steht aber noch nicht fest.

Auch die Schrott- Mafia hat sich am Kettenfahrzeug schamlos bedient.
Auch die Schrott- Mafia hat sich am Kettenfahrzeug schamlos bedient.
Als der Panzer 1975 anrollte, gab es ein kleines Volksfest.
Als der Panzer 1975 anrollte, gab es ein kleines Volksfest.

Fotos: Gemeindearchiv Beilrode


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