Todesfall Leonie: Verdächtiger Stiefvater bleibt in U-Haft

Berlin/Pasewalk - Der Stiefvater des sechsjährigen Mädchens aus Torgelow (Vorpommern-Greifswald), das im Januar in der Wohnung der Familie ums Leben kam, bleibt weiter in Haft.

Bestatter senken den Sarg des sechsjährigen Mädchens, das am 12.01.2019 in Torgelow getötet wurde, auf dem Friedhof im Zentrum ins Grab ab.
Bestatter senken den Sarg des sechsjährigen Mädchens, das am 12.01.2019 in Torgelow getötet wurde, auf dem Friedhof im Zentrum ins Grab ab.

Das ist das Ergebnis eines Haftprüfungstermines am Donnerstag am Amtsgericht Pasewalk, wie die Staatsanwaltschaft Neubrandenburg mitteilte.

Die Polizei hatte dazu neue Vernehmungsprotokolle vorgelegt. Nach dieser Auswertung habe der Anwalt des 27-Jährigen bei dem Termin den Antrag auf Freilassung seines Mandanten wieder zurückgezogen. Details zu den Protokollen wollte der Sprecher mit Rücksicht auf die Ermittlungen nicht nennen.

Das Kind war am 12. Januar tot in der Wohnung in Torgelow gefunden worden. Kurz nach dem Vorfall war der Stiefvater geflohen, konnte aber nach einer Woche gefasst werden. Seit zweieinhalb Monaten sitzt er in U-Haft. Gegen ihn wird wegen Verdachts des "Mordes durch Unterlassen" ermittelt (TAG24 berichtete).

Ermittler vermuten, dass das Kind in der Wohnung so misshandelt wurde, dass es an den Verletzungen starb und keiner rechtzeitig Hilfe holte (TAG24 berichtete).

Der Beschuldigte bestreitet dies. Er habe bisher erklärt, dass das Mädchen eine Treppe hinabgestürzt sei, wobei es sich tödlich verletzt haben soll. Als Todesursache nannte die Staatsanwaltschaft "multiple Verletzungen." Wann und in welcher Form Anklage erhoben wird, sei noch unklar, sagte der Sprecher.

Auf dem Friedhof im Zentrum der Stadt liegen Blumen und ein Teddybär auf dem Grab des sechsjährigen Mädchens, das am 12.01.2019 in Torgelow ums Leben kam.
Auf dem Friedhof im Zentrum der Stadt liegen Blumen und ein Teddybär auf dem Grab des sechsjährigen Mädchens, das am 12.01.2019 in Torgelow ums Leben kam.

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