Panne bei der Luftwaffe: Tornado-Kampfjet verliert im Flug zwei Tanks

Jagel - Ein Tornado-Jet der Luftwaffe hat in Schleswig-Holstein zwei leere Tanks verloren.

Ein Tornado-Kampfjet im Landeanflug auf den Fliegerhorst Jagel. (Archivbild)
Ein Tornado-Kampfjet im Landeanflug auf den Fliegerhorst Jagel. (Archivbild)  © dpa/Carsten Rehder

Das bestätigte ein Sprecher der Luftwaffe der Deutschen Presse-Agentur am Donnerstagabend.

Es habe sich um zwei Zusatztanks gehandelt, die zu dem Zeitpunkt leer gewesen seien.

Einer der Tanks sei auf einem Feld in Pansdorf im Kreis Ostholstein gefunden worden.

Nach dem anderen wurde am Donnerstagabend zunächst noch gesucht. Verletzte gab es nach ersten Erkenntnissen nicht.

Der Tornado habe sich zusammen mit einem weiteren Tornado-Jet auf dem Rückweg von einem Übungsflug befunden, sagte der Sprecher.

Warum sich die Tanks lösten, sei noch völlig unklar.

Den Angaben zufolge stammen beide Jets vom Fliegerhorst Schleswig in Jagel.

Update, 9.19 Uhr

Eine Spaziergängerin fand einen Tornado-Zusatztank auf einem Feld.
Eine Spaziergängerin fand einen Tornado-Zusatztank auf einem Feld.  © dpa/Arne Jappe

"Mittlerweile sind beide Tanks gefunden worden", sagte ein Sprecher der Luftwaffe am Freitag.

Die leer etwa 130 Kilogramm schweren Tanks seien bei Pansdorf im Kreis Ostholstein entdeckt worden.

Während der eine bereits am Donnerstag auf einem Feldweg gefunden worden sei, sei der andere am Freitagmorgen gegen 7.30 Uhr unweit der ersten Fundstelle auf einem Feld entdeckt worden, sagte der Sprecher.

Die Polizei habe den Bereich abgesperrt, Feldjäger der Bundeswehr und ein Bergetrupp seien unterwegs.

Verletzt worden sei bei dem Vorfall niemand. Warum sich die beiden leeren Zusatztanks am Donnerstag gegen 15.40 Uhr lösten, ist den Angaben zufolge nach wie vor unklar.

Jeder Tank sei 5,6 Meter lang und habe einen Durchmesser von 0,74 Meter.

Update, 11.16 Uhr

Die Luftwaffe hat nach dem Zwischenfall mit einem Tornado-Jet über Schleswig-Holstein einen von zwei abgefallenen Zusatztanks geborgen.

Die Arbeiten zum Abtransport des zweiten Tanks liefen noch, sagte ein Sprecher der Luftwaffe am Freitag in Berlin.

Die Unfallursache werde auf Ebene des Geschwaders untersucht, sagte der Sprecher.

Dazu würden die Piloten befragt und die Flugzeuge technisch geprüft. Binnen 30 Tagen müsse ein Untersuchungsbericht vorgelegt werden.

Die Zusatztanks seien beim Abflug mit je 1200 Kilogramm Treibstoff befüllt, zum Unfallzeitpunkt am Donnerstag aber praktisch leer gewesen.

Titelfoto: dpa/Carsten Rehder


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