36-Jährige in Tornesch getötet: Polizei schweigt zu Hintergründen

Tornesch - Am Mittwoch wurde die Leiche einer 36-jährigen Frau in Tornesch (Kreis Pinneberg) gefunden. Die Hintergründe der Tat sind jedoch noch völlig unklar - die Polizei hält sich mit weiteren Angaben zurück.

Ein Polizist steht an einer Absperrung in der Nähe des Tatorts.
Ein Polizist steht an einer Absperrung in der Nähe des Tatorts.  © Daniel Reinhardt/dpa

Die Ermittler gehen jedoch von einem Gewaltverbrechen aus. Ein 55-Jähriger wurde in der Nähe des Tatorts festgenommen. Ein Richter des Amtsgerichts Itzehoe erließ noch am Nachmittag Haftbefehl. Der Mann steht nun unter Mordverdacht und wurde in eine Justizvollzugsanstalt gebracht.

Bei der Toten handelt es sich nach Angaben der Polizei um eine 36-Jährige, die zuletzt in Tornesch lebte. Auch der Festgenommene stammt demnach aus der 14.000-Einwohner-Stadt.

Die Leiche war am Morgen um kurz nach 9 Uhr in dem Einfamilienhaus am Neuendeicher Weg von Polizisten gefunden worden. Die Zufahrt zu dem Haus wurde abgesperrt, während Ermittler Spuren sicherten.

Das weiße Haus mit rotem Spitzdach liegt in einem ruhigen Wohngebiet am Rand von Tornesch an einem kleinen Wald.

Wie die Bild-Zeitung berichtet, hinterlässt die 36-Jährige einen 11 Jahre alten Sohn. Der Tatverdächtige sei der Stiefvater des Opfers. Sie sei nach einem Streit mit ihrem Ehemann vorübergehend bei dem 55-Jährigen eingezogen.

Die Polizei bestätigte die Angaben mit Hinweis auf die laufenden Ermittlungen aber noch nicht. Auch zum möglichen Motiv ist nichts bekannt.

Polizisten und Beamte der Spurensicherung gehen zu dem Wohnhaus, in dem die Leiche der Frau gefunden wurde.
Polizisten und Beamte der Spurensicherung gehen zu dem Wohnhaus, in dem die Leiche der Frau gefunden wurde.  © Daniel Reinhardt/dpa

Update, 12.18 Uhr: Stiefvater

Nach verschiedenen Medienberichten soll sich nun der Großvater des Opfers zu dem Fall geäußert haben. Ihm zufolge war der 55-Jährige mit der vor vier Jahren gestorbenen Mutter seiner Enkelin verheiratet.

Der 77-Jährige zeigte sich fassungslos, dass er nun unter Mordverdacht stehe. Er kenne ihn seit 25 Jahren, "der ist ein ganz Ruhiger, tut keiner Fliege was. Ich kann nicht verstehen, was da passiert sein muss", sagte er der Bild-Zeitung.

Die Polizei bestätigte die Familienverhältnisse bislang nicht.

Update, 15.04 Uhr: Ergebnis der Obduktion liegt vor

Den Ermittlern der Itzehoer Mordkommission liegt nun das Ergebnis der Obduktion vor. Demnach war für den Tod der Frau tatsächlich "massive Gewalteinwirkung ursächlich", heißt es im Bericht der Polizei.

Zudem bestätigte ein Sprecher, dass es sich bei dem Opfer um die Tochter der verstorbenen Ehefrau des Tatverdächtigen handle.

Die Hintergründe zum Motiv der Tat sind jedoch weiterhin unklar.

Titelfoto: Daniel Reinhardt/dpa

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