Rassismus-Skandal: Jetzt geht es H&M richtig an den Kragen!
Toronto - Der Fauxpas des schwedischen Moderiesen Hennes & Mauritz (H&M) nimmt immer fatalere Züge an (TAG24 berichtete).
Der kanadische R&B-Musiker The Weeknd (27, "Starboy") will die Zusammenarbeit mit der Modekette H&M wegen eines umstrittenen Werbefotos beenden.
"Ich war diesen Morgen geschockt und beschämt von diesem Foto. Ich bin zutiefst beleidigt und werde nicht mehr mit H&M zusammenarbeiten", schrieb der Sänger mit äthiopischen Wurzeln am Montag auf Twitter.
The Weeknd, der eigentlich Abel Tesfaye heißt, hatte bei H&M seine eigenen Kollektionen herausgebracht und für die Kette gemodelt.
Doch damit nicht genug. Wie "welt.de" berichtet, fiel die Aktie von H&M nach dem Eklat auf ein Neun-Jahres-Tief. Satte 2,6 Prozent sanken die Aktien am Dienstag und waren nur noch 158,90 Kronen wert.
Außerdem wurde das Kursziel für H&M-Titel von den Analysten der Danske Bank auf 152 von 167 Kronen gesenkt, wodurch eine Verkaufsempfehlung klar bekräftigt wird. Kein gutes Omen für den Auftakt des aktuellen Jahres: Branchendaten zeigen ein anhaltend schwaches Geschäft im Dezember an.
Das schwedische Unternehmen hatte für einen Kapuzenpullover mit der Aufschrift "Coolster Affe im Dschungel" einen dunkelhäutigen Jungen modeln lassen.
Die Modekette hatte sich bereits nach massiver Kritik im Internet entschuldigt und das Bild zurückgezogen. Inzwischen wurde auch der Pullover aus dem Sortiment komplett gestrichen. Auf Twitter schrieb das Unternehmen:
"Wir verstehen, dass viele Leute über das Bild des Kinder-Hoodies verärgert sind. Wir, die bei H&M arbeiten, können da nur zustimmen. Es tut uns sehr leid, dass das Bild verwendet wurde, und wir bedauern auch den tatsächlichen Druck.
Deshalb haben wir nicht nur das Bild aus unseren Kanälen entfernt, sondern auch das Kleidungsstück aus unserem Produktangebot. Es ist offensichtlich, dass unsere Routinen nicht richtig befolgt wurden. Wir werden gründlich untersuchen, warum das passiert ist, um zu verhindern, dass diese Art von Fehler erneut auftritt."
Weiterhin äußerte sich H&M: "Wir glauben bei allem, was wir machen, an Vielfalt und Inklusion und werden all unsere internen Strategien überprüfen, um künftige Probleme zu verhindern", hieß es in einem Statement, aus dem mehrere Medien zitierten.