Töten diese grausamen Fallen Haustiere? Peta fordert Verbot der Jagdmethode

Hamburg - Die Tierrechtsorganisation Peta fordert für Hamburg ein Verbot sogenannter Totschlagfallen für die Jagd. Nach Angaben von Peta führen sie zu einem enormen Leiden der Tiere.

Diese Katze soll nach Angaben von Peta durch eine Totschlagfalle getötet worden sein.
Diese Katze soll nach Angaben von Peta durch eine Totschlagfalle getötet worden sein.  © PETA Deutschland e.V.

Die Fallen seien eigentlich so konzipiert, dass die Tiere sofort getötet werden sollen.

Dies sei jedoch nicht immer der Fall und die Tiere erlitten einen langsamen, qualvollen Tod, teilte Peta am Donnerstag mit.

Die Organisation appellierte an die Hamburger Wirtschaftsbehörde zu handeln und die umstrittene Jagdmethode in der Hansestadt zu verbieten.

Der Deutsche Jagdverband (DJV) nannte die Vorwürfe der Tierrechtler haltlos. Sie hätten nur das Ziel, Emotionen gegen die Jagd zu schüren, teilte ein Pressesprecher des Verbandes mit.

Entgegen den Behauptungen von Peta töteten die Fallen sofort. Außerdem erfüllten die am häufigsten verwendeten Fallen höchste internationale Standards für eine humane Fallenjagd. Der DJV habe sie testen lassen.

In einzelnen Bundesländern wie etwa Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen sind Totschlagfallen laut Peta bereits vollständig oder weitgehend verboten.

Die in zwölf Bundesländern noch legale Jagd mit Totschlagfallen ist nach Auffassung der Organisation nicht mit dem Tierschutzgesetz vereinbar.

"Es ist abscheulich, dass Totschlagfallen in den meisten Bundesländern noch immer erlaubt und gängige Praxis sind, um Tiere wie Füchse, Marder oder Waschbären zu töten."

Wildtiere - darunter auch geschützte Arten -, aber auch Hunde und Katzen gerieten oftmals mit Pfoten oder Gesicht in die Falle und würden zerquetscht oder verstümmelt. "Ihr Todeskampf kann sich über Tage hinziehen", erklärte Peta.

Der DJV teilte hingegen mit, dass die Fallen so gebaut seien, dass keine Hunde und Katzen, geschweige denn eine Kinderhand an den Auslöser gelangen könne. Außerdem dürften sie nicht frei, sondern müssten immer in einem verschlossenen Fangbunker stehen.

Im Falle der Waschbären, die den Angaben zufolge mit Lebendfallen gefangen werden, habe Deutschland sogar den Auftrag von der EU, diese invasive Art einzudämmen, teilte ein Sprecher mit.

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