Horror-Fund im Erzgebirge: So schrecklich verendeten die vielen Tiere

Reitzenhain - Die Schreie der Tiere schallten bis zu den Nachbarn: 115 Ziegen, Schafe, Rinder, Hunde, Hühner, Enten und Gänse litten auf einem Grundstück in Reitzenhain Qualen, weil ihr Besitzer sie offenbar seit Wochen nicht mehr versorgte.

Ein Radlader transportierte die Tierkadaver vom Grundstück zu einem Entsorgungsfahrzeug.
Ein Radlader transportierte die Tierkadaver vom Grundstück zu einem Entsorgungsfahrzeug.  © Kristian Hahn

Als Veterinäramt und Polizei einschritten, waren 72 Tiere tot.

"Es gab eine Anzeige eines Anwohners. Am nächsten Tag hat das Veterinäramt eine Kontrolle durchgeführt", sagt André Beuthner (36), Sprecher des Landratsamtes im Erzgebirgskreis.

"Es ist traurig. Offensichtlich erfolgte keine oder eine extrem mangelhafte Fütterung und Wasserversorgung. Ein vergleichbarer Fall diesen Ausmaßes mit so vielen toten Tieren ist nicht bekannt."

Nach einer Notversorgung der überlebenden Tiere rückte das Amt mit Polizeiverstärkung zur Wegnahme von drei Ziegen, sechs Hunden, acht Gänsen und einem Huhn an, die in verschiedenen Tierheimen untergebracht wurden.

Die Bergung der toten Tiere aus den Ställen erforderte schwere Technik. Ein Radlader transportierte die Kadaver von zwei Rindern, vier Schafen, je drei Ziegen und Kaninchen sowie 60 Hühnern, Gänsen und Enten zu einem Containerfahrzeug der Tierkörperbeseitigung.

Die Polizei ermittelt jetzt gegen den Tierhalter wegen des Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz.

Die Kadaver der kleineren Tiere wurden für den Abtransport in Müllsäcke verpackt.
Die Kadaver der kleineren Tiere wurden für den Abtransport in Müllsäcke verpackt.  © Kristian Hahn
Unter den verendeten Tieren waren eine Kuh, mehrere Schafe, Ziegen und Geflügel.
Unter den verendeten Tieren waren eine Kuh, mehrere Schafe, Ziegen und Geflügel.  © Kristian Hahn
Das Landratsamt forderte für den Großeinsatz auch die Polizei zur Unterstützung an.
Das Landratsamt forderte für den Großeinsatz auch die Polizei zur Unterstützung an.  © Kristian Hahn

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