Neuer Echo-Preis? Toten Hosen räumen alles ab!

Düsseldorf/Berlin - Das gibt's doch nicht: Der Echo-Preis, letztes Jahr wegen der Skandalrapper Farid Bang und Kollegah abgeschafft, wurde wieder verliehen! Die absoluten Abräumer sind die Toten Hosen aus Düsseldorf.

Die Toten Hosen mit ihren Echos.
Die Toten Hosen mit ihren Echos.  © Facebook/TotenHosen

Wie die Toten Hosen selbst bei Facebook am Montag schreiben, räumten sie gleich alle 22 Kategorien des Echo 2019 ab.

Album des Jahres, Lebenswerk, Rock National, alles ging an die Toten Hosen.

Dazu zeigte sich die Band mit stolz mit etlichen Echo-Preisen. Die sind definitiv echt, aber die Echo-Preisverleihung wurde doch 2018 nach einem Skandal um die Rapper Farid Bang und Kollegah abgeschafft?

Wir erinnern uns: Die Rapper hatten mit ihren Rapzeilen "Mein Körper definierter als von Auschwitzinsassen" eine Debatte ausgelöst.

Während die Rapper bei der bis dahin renommierten Preisverleihung auftreten durften, trat an dem Abend einzig Campino mit klaren Worten gegen die Rapper und ihre Inhalte auf die Bühne.

Bei Antisemitismus und Frauenfeindlichkeit sei eine Grenze überschritten, sagte Campino damals, als er selbst einen Echo entgegen nahm. Verbote und Zensur seien keine Lösung. Aber "Provokation im Rap muss Grenzen haben."

Letztlich wurde die Preisverleihung Echo komplett eingestellt.

Wie können die Toten Hosen den Echo 2019 feiern?

Und somit ist auch klar, dass es sich bei der Echo-Feier 2019 der Toten Hosen um einen klaren Aprilscherz handelt.

Während Campino im vergangenen Jahr mit dem Auftritt der Skandal-Rapper wenig zu lachen hatte, konnte in der ganz eigenen Echo-Feier der Toten Hosen im Szeneclub SO36 bis in die frühen Morgenstunden gefeiert werden, scherzen die Toten Hosen.

Kein Wunder: Frauenverachtende, rassistische oder antisemitische Zeilen von Farid Bang oder Kollegah werden in dem Club garantiert nicht gespielt.

Und Campino und die Band feiern sich zurecht auch selbst: "Es ist der Wahnsinn. Damit konnte dieses Jahr wirklich niemand rechnen, am allerwenigsten wir selbst."

Und so steckt in dem Aprilscherz auch ein bisschen Wahrheit.

Titelfoto: Facebook/TotenHosen

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