Toter Rentner in Blutlache: Nachbar legt Geständnis ab

Krefeld - Nach der Tötung eines gehbehinderten Rentners in dessen Krefelder Wohnung hat die Polizei einen Verdächtigen gefasst. Ein Nachbar des Opfers gestand die Tat.

Nachbarn hatten den leblosen Mann am Montag in seiner Wohnung entdeckt und die Polizei verständigt (Symbolbild).
Nachbarn hatten den leblosen Mann am Montag in seiner Wohnung entdeckt und die Polizei verständigt (Symbolbild).  © 123RF

Der Mann sei festgenommen worden, teilten die Ermittler am Freitag mit. Einzelheiten wollten Polizei und Staatsanwaltschaft im Laufe des Tages bekannt geben.

Nachbarn hatten den toten 69-Jährigen am Montag in der Erdgeschosswohnung entdeckt, als sie durch ein Fenster blickten. Der Rentner lag in einer Blutlache am Boden (TAG24 berichtete).

Die alarmierten Polizisten ließen die Wohnung durch die Feuerwehr öffnen. Das Opfer hatte vor seinem Tod 600 Euro von seinem Konto abgehoben, die nicht auffindbar waren.

Außerdem stießen die Ermittler auf Spuren eines Kampfes. Der Mann hatte Schnittwunden an Kopf und Händen. Sein Rollator lag umgestürzt neben seiner Leiche.

Der 69-Jährige war seit einer Operation im Dezember 2018 körperlich eingeschränkt und auf einen Rollator angewiesen. Der Getötete galt laut Polizei als netter, gutmütiger Mensch ohne Feinde.

Eine Mordkommission ermittelt in dem Fall.

Update, 17.30 Uhr: Nachbar gesteht die Tat

Der tatverdächtige Nachbar (60) des Opfers gestand die Tat (Symbolbild).
Der tatverdächtige Nachbar (60) des Opfers gestand die Tat (Symbolbild).  © 123RF

Nach der Bluttat an einem gehbehinderten Rentner in Krefeld hat ein Nachbar die Tat gestanden. Gegen den 60-Jährigen sei Haftbefehl wegen Totschlags erlassen worden, teilten die Ermittler am Freitag mit.

Im Zuge der Ermittlungen war ein 60-jähriger Nachbar unter Verdacht geraten. Der 69-Jährige hatte ihm bereits im Dezember 2018 vorgeworfen, mehrere Hundert Euro aus seiner Wohnung gestohlen zu haben. Zudem stellten die Ermittler fest, dass der 60-Jährige Schulden und erhebliche Geldprobleme hat.

Zwei Zeuginnen hatten ihn zudem am Sonntag zur Tatzeit im Bereich des Hauses gesehen und Verdacht geschöpft. Bei einer ersten Befragung war den Mord-Ermittlern zudem eine Schnittverletzung am Daumen des 60-Jährigen aufgefallen.

Nach seiner Festnahme habe er, wie in seiner ersten Befragung, bestritten, etwas mit der Tat zu tun zu haben. Erst nach Stunden habe er aufgegeben und die Tat gestanden.

Er habe das Opfer wegen des alten Streits zur Rede stellen wollen. Da er sich beschuldigt und bedroht gefühlt habe, sei er so in Wut geraten, dass er mit einem Messer mehrfach auf das Opfer eingestochen habe. Dabei habe er sich selbst an der Hand verletzt. Das Messer habe er in den Rhein geworfen.

Titelfoto: 123RF

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