Toter Säugling von Weißenfels: Gericht ordnet zweite DNA-Reihenuntersuchung an

Weißenfels - Auch ein Jahr nach dem gewaltsamen Tod des Babys von Weißenfels, tippt die Polizei noch im Dunkeln. Eine zweite DNA-Reihenuntersuchung soll nun Aufschluss bringen.

Das Amtsgericht Naumburg hat mit Beschluss vom 27. April eine erneute DNA-Reihenuntersuchung angeordnet.
Das Amtsgericht Naumburg hat mit Beschluss vom 27. April eine erneute DNA-Reihenuntersuchung angeordnet.  © DPA

Der Säugling war Ende April des vergangenen Jahres über einen Zaun geworfen worden. Es kam durch "massive Gewalteinwirkungen" ums Leben, zeigten die Untersuchungen (TAG24 berichtete).

Die Suche nach der Mutter des Kindes gestaltet sich schwierig. Die Polizei untersuchte die DNA der Frauen, die im Umkreis von 250 Metern vom Tatort entfernt leben. Diese waren zwischen 17 und 23 Jahre alt, ledig und befinden sich in der Ausbildung oder im Studium. Doch die Mutter des Säuglings war nicht dabei.

Nun ordnete das Amtsgericht Naumburg eine zweite DNA Reihenuntersuchung an. "In den nächsten Wochen wird die Polizei mit der Durchführung beginnen", erklärte Oberstaatsanwalt Hans-Jürgen Neufang auf Anfrage von TAG24.

Der Suchkreis wird ausgeweitet. Ob die Mutter des getöteten Babys diesmal dabei ist, werden die Untersuchungen in den kommenden Wochen zeigen.


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