Dr. Tod soll beste Freunde in Körperwelten vereinen

Der verstorbene Andreas Kuthe in seinem Tätowierstudio,.
Der verstorbene Andreas Kuthe in seinem Tätowierstudio,.

Von Ronny Licht

Plauen - Die Entscheidung des verstorbenen Plauener Tätowierers Andreas Kuthe (49), sich der „Körperwelten“-Ausstellung zur Verfügung zu stellen, sorgte für Diskussionen im Vogtland.

Jetzt erzählt sein bester Freund: "Wir gehen gemeinsam zu Dr. Tod."

Es ist ein Pakt unter Männern. Geschlossen vor acht Jahren nach einem Besuch der Schau des Plastinators Gunther von Hagens.

Dieser fertigt Modelle aus Toten. Sven "Ebb" Lenk (48) besitzt die Studios "Tattoo No. Two" in Gera und in Zwickau.

Er war der beste Freund von Andreas Kuthe, kannte ihn seit mehr als 20 Jahren.

Sven Lenk will auch zu Dr. Tod und sucht momentan einen neuen Tätowierer für das Studio seines verstorbenen Freundes in Plauen.
Sven Lenk will auch zu Dr. Tod und sucht momentan einen neuen Tätowierer für das Studio seines verstorbenen Freundes in Plauen.

"Ich habe Andreas damals auf die Idee gebracht, uns nach unserem Tod ausstellen zu lassen. Er war sofort einverstanden, dass wir das gemeinsam machen. ,Kutte‘ hat sein Versprechen nun eingelöst. Ich werde das auch tun, wenn es so weit ist", erzählt der Körperkünstler traurig.

Jetzt kümmert sich "Ebb" gemeinsam mit Freunden um die trauernde Frau, die beiden Kinder, das Studio am Bärenstein.

Mit zwei befreundeten Bands, "Limited Booze Boys" und "Mandadados del Cielo", lassen sie es am 20. Dezember noch einmal richtig krachen - mit einem Benefizkonzert im "Anker" in Theuma.

Lenk zu MOPO24: "Wir wollen für die Familie sammeln. Außerdem suchen wir gerade einen neuen Tätowierer fürs Plauener Studio. Andreas wollte, dass sein Lebenswerk erhalten bleibt. Dafür sorgen wir jetzt."

Fotos: Haartelpress, Privat


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