Mann stirbt nach Taser-Schuss, doch das ist nicht die Ursache für seinen Tod

Nürnberg - Drei Monate nach dem Tod eines 43-Jährigen bei einem Polizeieinsatz in Nürnberg, gibt es weiterhin keine Anhaltspunkte dafür, dass die dabei verwendete Elektroschockpistole die Todesursache war.

Spezialkräfte hatten den Mann mit einem solchen Taser außer Gefecht gesetzt. (Archivbild)
Spezialkräfte hatten den Mann mit einem solchen Taser außer Gefecht gesetzt. (Archivbild)  © DPA

Eine feingewebliche Untersuchung und ein damit verbundenes Gutachten seien jetzt zu dem Ergebnis gekommen, dass der Mann Drogen im Körper hatte, sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur.

Zur Abrundung des Falls werde nun noch die Elektroschockpistole selbst untersucht. Ein Fremdverschulden könne somit nach wie vor ausgeschlossen werden.

Der Mann hatte am 22. Oktober vergangenen Jahres in seiner Wohnung lautstark randaliert und damit gedroht, von einer Brüstung im dritten Stock des Mehrfamilienhauses zu springen. Spezialkräfte hatten ihn daraufhin mit einem sogenannten Taser außer Gefecht gesetzt.

Weil er laut Polizei weiter massiven Widerstand geleistet hatte, wurde er von einem Notarzt mit einer Injektion ruhig gestellt.

Der Mann war kurz darauf kollabiert und starb wenig später in einem Krankenhaus.

Um den Fall abzuschließen, wird die Elektroschockpistole noch untersucht. (Archivbild)
Um den Fall abzuschließen, wird die Elektroschockpistole noch untersucht. (Archivbild)  © DPA

Titelfoto: DPA

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