Nach Fund von Babyleiche soll DNA-Massentest zur Mutter führen

Glinde - Fast ein Jahr nach dem Fund einer Babyleiche in Glinde (Kreis Stormarn) bei Hamburg wollen die Ermittler mit einer DNA-Reihenuntersuchung die Identität des Kindes klären.

Ein Bestatter bringt die Babyleiche vom Fundort weg. (Archivbild)
Ein Bestatter bringt die Babyleiche vom Fundort weg. (Archivbild)  © Daniel Bockwoldt/dpa

Es seien etwa 530 Frauen und Mädchen im Alter zwischen 13 und 48 Jahren aus dem Nahbereich um den Fundort im Gellhornpark angeschrieben worden, teilte die Staatsanwaltschaft am Mittwoch mit.

Sie seien aufgefordert worden, sich durch die freiwillige Abgabe einer Speichelprobe an der DNA-Reihenuntersuchung zu beteiligen.

Hierfür werden zwei Termine angeboten, am 21. und 22. Februar.

Zehn gegen Zwei: Jugendliche prügeln Mann zu Boden und treten auf ihn ein
Fahndung Zehn gegen Zwei: Jugendliche prügeln Mann zu Boden und treten auf ihn ein

Schüler des Glinder Gymnasiums hatten die Leiche am 22. März in einem Waldstück hinter dem Schulgelände gefunden.

Laut Gerichtsmedizin war der kleine Junge etwa zwei Monate zu früh auf die Welt gekommen.

Ermittler hatten ihm den Namen Leander gegeben. Durch eine anonyme Spende konnte das Baby bestattet werden.

Die Kriminalpolizei Lübeck nimmt außerdem telefonische Hinweise zum Fall unter der Rufnummer 0451 131- 4604 entgegen.

Einer Frau wird DNA-Material im Mund entnommen. (Symbolbild)
Einer Frau wird DNA-Material im Mund entnommen. (Symbolbild)  © Sven Hoppe/dpa

Titelfoto: Daniel Bockwoldt/dpa

Mehr zum Thema Fahndung: