Sohn (10) und Tochter (13) mit Messer angegriffen: Freispruch für den Vater!

München – Im Prozess gegen einen Familienvater wegen versuchten Totschlags an seiner Ehefrau und den beiden gemeinsamen Kindern ist der Angeklagte am Montag freigesprochen worden.

Der Familienvater soll erst versucht haben, seine Familie und dann sich selbst zu töten. (Archiv)
Der Familienvater soll erst versucht haben, seine Familie und dann sich selbst zu töten. (Archiv)  © Lino Mirgeler_dpa

Allerdings ordnete das Landgericht München II die Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus an.

Die Öffentlichkeit war für die Dauer des Prozesses weitgehend ausgeschlossen worden.

Die Staatsanwaltschaft hatte dem Rechtsmediziner vorgeworfen, in einer Novembernacht 2018 in seinem Haus in Fürstenfeldbruck mit dem Messer auf seine Familie losgegangen zu sein (TAG24 berichtete).

Seiner damals 13 Jahre alten Tochter fügte er laut Anklage eine klaffende Wunde am Rücken zu, sein 10 Jahre alter Sohn, der mit im Elternschlafzimmer schlief, erlitt unter anderem eine 8 Zentimeter lange Schnittwunde am Hals und eine 20 Zentimeter lange Wunde an der Schulter.

Er musste intensivmedizinisch behandelt werden. Die Ehefrau des Mediziners wurde an der Schulter, den Händen, den Knien und der Brust verletzt.

Über das mutmaßliche Motiv des Angeklagten, der sein Gesicht zum Prozessauftakt hinter einer rosafarbenen Mappe vor den Fotografen verbarg, machte die Staatsanwaltschaft keine Angaben.

Der Mann ist seit der Tat in einem psychiatrischen Krankenhaus untergebracht und leidet wohl an einer psychischen Erkrankung.

Rechtsmediziner vor Gericht. Seine Ehefrau, die Tochter und der Sohn überlebten teils schwer verletzt. (Archiv)
Rechtsmediziner vor Gericht. Seine Ehefrau, die Tochter und der Sohn überlebten teils schwer verletzt. (Archiv)  © Lino Mirgeler/dpa

Titelfoto: Lino Mirgeler/dpa

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