Warum kommen plötzlich weniger Touristen nach Dresden?

Dresdens Marketingchefin Dr. Bettina Bunge hofft auf einen guten Jahresabschluss.
Dresdens Marketingchefin Dr. Bettina Bunge hofft auf einen guten Jahresabschluss.

Dresden - Traurige Nachrichten aus der Touristenbranche: Nach sechs Boom-Jahren des Wachstums sinkt die Zahl der Dresdenbesucher deutlich.

Im vergangenen Jahr verbuchte die Stadt noch einen Anstieg von 7,6 Prozent - heißt übersetzt: 4,44 Millionen Übernachtungen konnten die Hoteliers und Pensionsbetreiber verbuchen.

Doch die ersten vier Monate 2015 haben die scheinbar die Kehrtwende eingeleitet. Insgesamt musste die Tourismusbranche ein Minus von 5,0 Prozent einstecken.

Die inländischen Besucher (-5,3 Prozent) sind dabei klar in der Mehrheit. Die Anzahl der Gäste aus dem Ausland ging dagegen "nur" um 3,5 Prozent zurück.

Laut Dr. Bettina Bunge, Geschäftsführerin der Dresden Marketing GmbH, seien die Gründe dafür vielschichtig, "reichen von fehlenden Großkongressen in dem Zeitraum über schlechtes Wetter bis zu den negativen Dresden-Nachrichten aufgrund der PEGIDA-Demonstrationen".

Bei ausländischen Besuchern machte sich vor allem das Fehlen der Russen bemerkbar. EIn Minus von 33,2 Prozent russischer Übernachtungen spricht eine klare Sprache. Bunge führt das auf den schwachen Rubel und die schlechten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen zurück. Dies sei allerdings kein Dresden-spezifisches Problem.

Doch es gibt noch Grund zur Hoffnung. "Viele Reiseanlässe warten noch in den kommenden besucherstarken Monaten." versichert die Marketingchefin.

Allerdings sind auch die Bürger Dresdens gefordert, das Bild der Stadt als "geschichts- und kulturvolles Reiseziel" zu transportieren.

Touristen auf dem Neumarkt.
Touristen auf dem Neumarkt.

Foto: imago/Sven Ellger


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