Tourist will "bombigen Urlaub" verbringen und muss deshalb zu Hause bleiben!

Düsseldorf - Ein Passagier freute sich am Flughafen auf einen "bombigen Urlaub" in den USA - und durfte nicht an Bord.

Ein entsetzter Tourist, dem es offenbar ähnlich geht, wie dem Fluggast, der nicht in den "bombigen Urlaub" nach Florida fliegen durfte (Symbolbild).
Ein entsetzter Tourist, dem es offenbar ähnlich geht, wie dem Fluggast, der nicht in den "bombigen Urlaub" nach Florida fliegen durfte (Symbolbild).  © 123RF

Doch ein Amtsrichter sah das nun anders und sprach ihm eine Entschädigung zu. Die Vorfreude auf einen "bombigen Urlaub" reicht nicht, um einen Reisenden von seinem Flug auszuschließen, hieß es.

Das Düsseldorfer Amtsgericht hatte für den Reisenden aus Bosau in Schleswig-Holstein entschieden und ihm außerdem einen Anspruch auf gut 1400 Euro Entschädigung zugesprochen, wie eine Gerichtssprecherin am Freitag mitteilte.

Die Geschichte, die dem Prozess vorausgegangen war, ist tatsächlich so kurios wie sie klingt: Eine Fluggesellschaft hatte den Passagier in Düsseldorf am Flughafen stehen gelassen, weil dieser beim Check-in auf die Frage nach dem Reisezweck geantwortet hatte, er wolle einen "bombigen Urlaub" haben.

Obwohl der Mann noch mehrfach beteuerte, "bombig" im Sinne von "toll" gemeint zu haben, durfte er nicht mitfliegen. Er hatte einen Flug nach Florida/USA gebucht.

Offen blieb, ob die Airline Rücksprache mit den US-Behörden gehalten hatte und der Mann deshalb nicht mitgenommen werden durfte, oder ob diese offensichtliche Fehlentscheidung von der Airline selbst ausging.

Zum Prozess war kein Vertreter der Airline erschienen. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

In großen Lettern steht "Düsseldorf Airport" am Gebäude des Flughafens geschrieben, an dem sich der Vorfall vermutlich ereignete.
In großen Lettern steht "Düsseldorf Airport" am Gebäude des Flughafens geschrieben, an dem sich der Vorfall vermutlich ereignete.  © DPA

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