Jetzt kommt die Bettensteuer für Dresden

Ab Sommer müssen Touristen in Dresden 6,6 Prozent Bettensteuer bezahlen.
Ab Sommer müssen Touristen in Dresden 6,6 Prozent Bettensteuer bezahlen.

Dresden - Im Oktober hatte das Oberverwaltungsgericht Bautzen die Kurtaxe gekippt. Doch die Stadt Dresden hat einen neuen Weg gefunden, um an das Geld der Touristen zu kommen: Die Bettensteuer ist beschlossen.

Die Einführung einer Beherbergungssteuer ist sicher. Für Touristen, die in Dresden übernachten, heißt das: mehr Geld bezahlen.

Die Gäste müssen ab Sommer 6,6 Prozent als Aufwandssteuer auf den Übernachtungspreis zahlen. Erhoffte Einnahmen: ca. sechs Millionen Euro im Jahr.

Zahlt ein Gast jetzt 120 Euro für eine Übernachtung, muss er dann knapp acht Euro an die Stadt draufschlagen.

Von der Steuer befreit sind Minderjährige, Schwerbehinderte und Gäste, die aus beruflichen Gründen oder zu Ausbildungszwecken in der Stadt übernachten.

Auch das Stadtmarketing profitiert von der Bettensteuer. Eine halbe Million Euro soll in die Werbung für die Landeshauptstadt verwendet werden.

Der Dresdner Tourismusverband will gegen die beschlossene Beherbergungssteuer klagen.

Verbandschef Johannes Lohmeyer sagte dem MDR, die Steuer gefährde den Tourismusstandort Dresden massiv. Keine andere, in Konkurrenz stehende Stadt erhebe eine solche Abgabe.

Fotos: dpa


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