Trabant als Fahrradmarke? Sachsenring will Mifa retten

Mit dem Kauf durch Sachsenring wären Mifa und Diamant beide unter sächsischer Regie.
Mit dem Kauf durch Sachsenring wären Mifa und Diamant beide unter sächsischer Regie.  © dpa/Jan Woitas

Zwickau - Die Sachsenring Karosseriewerke in Zwickau, ehemals Produzent des Trabant, könnten demnächst auch Fahrräder herstellen. Firmenchef Stefan Zubcic plant die Übernahme der insolventen Mifa-Fahrradwerke in Sangerhausen (Sachsen-Anhalt).

Mit Mifa und Diamant in Hartmannsdorf wären dann die traditionsreichsten DDR-Fahrradmarken künftig unter sächsischer Regie. „Das ist ein heißes Eisen, wir stecken mitten in den Verhandlungen“, so Zubcic.

Mifa musste im Januar dieses Jahres zum wiederholten Mal Insolvenz anmelden. Zuletzt hatte das Unternehmen etwa eine halbe Million Fahrräder produziert und diese unter den Namen „Biria“, „Grace“, „Jung“, „Steppenwolf“, „Vaun“, „Germatec“, „McKenzie“ und „Zündapp“ verkauft.

Sachsenring-Chef Zubcic ist optimistisch, alle der derzeit 130 Arbeitsplätze erhalten zu können. Mit einem „kleinen, aber feinen Sortiment“ will er das 1907 gegründete Traditionsunternehmen finanziell wieder auf Kurs bringen. „Allerdings setzt das gravierende Einschnitte in die Kostenstrukturen sowie einen Neustart bei Vertrieb und Kundenbeziehungen voraus.“

Zubcic plant, die Produktion aus dem neuen wieder zurück in das alte Werk im Zentrum von Sangerhausen zu verlagern. Damit sollen Kosten gesenkt werden.

„Wir werden uns gesundschrumpfen müssen“, so Zubcic.

Sachsenring-Chef Stefan Zubcic will den pleitegegangenen Fahrradproduzenten 
Mifa aus Sangerhausen kaufen.
Sachsenring-Chef Stefan Zubcic will den pleitegegangenen Fahrradproduzenten Mifa aus Sangerhausen kaufen.

WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0