Trabrennen in Berlin: So funktionieren die Wetten!

Deutschland – Eines der bedeutendsten Trabrennen findet am 20.09.2020 in Berlin-Mariendorf statt. Hierbei handelt es sich um die Finalläufe des 125. Deutschen Traber-Derbys, das inzwischen auf eine lange Tradition zurückblickt. Dies ist nicht nur ein Event zum Zuschauen und Mitfiebern, sondern es lädt natürlich auch zum Wetten ein.

Zudem sorgen hier verschiedene Show-Acts, ebenso wie die traditionellen Höhenfeuerwerk für viel Unterhaltung und Abwechslung. Anlässlich des Finales zum 125. Deutschen Traber-Derby gibt es am letzten Renntag eine Modenschau.

Das Besuch ist also auf jeden Fall zu empfehlen. Besonders wer auf die siegreichen Pferdesportler wetten möchte, sollte sich dieses einzigartige Event nicht entgehen lassen.

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Der Klassiker unter den Sportwetten ist die Pferdewette

Die Vorliebe für Pferdewetten fand ihren Anfang bereits zu König- und Kaiserzeiten. Daraus entstand im 19. Jahrhundert das klassische Buchmacher-Handwerk. 

Ihren Reiz haben die Pferdewetten bis in die heutige Zeit aber keinesfalls verloren und sind in ganz Deutschland gern gesehen und gut besucht. Doch viele Neueinsteiger fragen sich, wie eine Pferdewette eigentlich funktioniert.

Pferderennen haben etwas, was sonst keine andere Sportart aufweisen kann. Hier geht es um das Zusammenspiel zwischen Mensch und Tier. Aus diesem Grund unterscheiden sich Pferdewetten auch deutlich von normalen Sportwetten. 

Gerade für Anfänger ist es nicht immer einfach, eine Pferdewette zu platzieren, da es eine Weile braucht, um hier ein gewisses Verständnis zu entwickeln.

Es gibt zwar eine ganze Reihe Tipps und Tricks bezüglich der Pferdewetten, doch man sollte schon ein bisschen über Tier und Jockey wissen, um die Läufe einschätzen zu können. Ein gewisses Basiswissen über Pferderennen, Pferdewetten und das Regelwerk sind durchaus erforderlich, wenn man wirklich Geld gewinnen möchte. 

Pferdewetten online und an der Rennbahn

Es gibt unterschiedliche Wettmärkte, bei denen man auf Pferderennen wetten kann. Unterschieden wird hier zwischen Wetten, die man direkt an der Rennbahn abgeben kann, oder man nutzt dazu einen Online-Buchmacher.

Ein wesentlicher Unterschied besteht vor allem darin, dass es auf der Rennbahn keine festgelegten Wettquoten gibt. Nachdem alle Einsätze abgegeben wurden, ergeben sich daraus die Quoten. Diese Wetten heißen Totalisator-Wetten. 

Hier tippt man gegen die anderen Wetter, während man bei Online-Sportwetten gegen den Buchmacher wettet. Das bedeutet, dass im Internet, wie es sonst auch bei den anderen Sportwetten üblich ist, gegen Einschätzungen des Bookies gewettet wird.

Auch bei den Pferdewetten gibt es Unterschiede

Grundsätzlich wird hier zwischen den Wetten für Galopprennen und Trabrennen unterschieden.

Die teilnehmenden Pferde legen bei Galopprennen eine vorgegebene Strecke so schnell wie möglich zurück. Geritten werden sie von einem Jockey und hier sind alle Gangarten erlaubt. Wer zuerst ins Ziel kommt, gewinnt, sofern er kein anderes Pferd regelwidrig behindert.

Anders als Galopprennen ist bei Trabrennen nur eine Gangart erlaubt, nämlich der Trab. Entweder werden die Pferde geritten oder sie ziehen ihren Fahrer im Sulky ins Ziel. Wie beim Galopprennen auch, ist derjenige Sieger, der zuerst ins Ziel kommt, und auch hier darf es natürlich zu keinem Regelverstoß gekommen sein. Zudem wird hier noch zwischen Flachrennen und Hindernisrennen unterschieden. 

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Unterschied Pferdewetten zu anderen Sportwetten

Besonders auffällig sind die Wettquoten, die sich bei Pferdewetten und anderen Sportwetten deutlich unterscheiden. Bei Pferdewetten sind diese deutlich höher. 

Sogar der Sieg von favorisierten Pferden und Jockeys kann zu Quoten führen, die über 2,5 liegen. Handelt es sich um sogenannte Geheimfavoriten, können die Quoten sogar bis auf 8,0 hochgehen. Bei Fußballwetten hingegen liegen die Quoten niemals höher als 1,1 oder 1,2.

So lässt sich mit Pferdewetten schnell das Vielfache des Wetteinsatzes gewinnen. Dadurch ist aber gleichzeitig auch das Risiko des Verlustes erhöht.

Auch die Wettarten unterscheiden sich bei Pferdewetten und Sportwetten. Während es bei Fußballwetten mehrere hundert Wettmöglichkeiten gibt, ist die Auswahl dagegen bei Pferdewetten sehr überschaubar.

Diese Wettarten gibt es bei Pferdewetten

Bei Pferdewetten sind die häufigsten Wettarten klassische Siegwetten und Platzwetten, ebenso wie die Each-Way-Wette. Hier wird einmal auf Sieg und einmal auf Platz gewettet. Aus diesem Grund werden diese Wetten auch Sieg-Platz-Wetten genannt. 

Allerdings gibt es auch abgewandelte Wettarten und Kombinationen und auch die Head-to-Head Wette. Hier wird auf den Vergleich zweier beliebiger Pferde getippt. Hier wird dann festgelegt, welches der beiden Pferde zuerst ins Ziel kommt. Die eigentliche Platzierung spielt hier allerdings keine Rolle.

Die Siegwette

Hier wird auf den Sieger eines Rennens getippt

Die Platzwette

Das ausgewählte Pferd muss als erstes oder zweites ins Ziel einlaufen. Ebenso ist eine Wette auf den dritten oder vierten Platz möglich, wenn die Teilnehmerzahl höher ist.

Ita

Hier wird auf das zweitplatzierte Pferd gewettet

Trita

Hier wird auf das drittplatzierte Pferd gewettet

Exacta

Bei dieser Wette legt man sich auf den ersten und zweiten Platz fest. Wenn beide Tipps richtig sind, gewinnt man.

Quinella

Auch hier wird auf die ersten beiden Siegpferde getippt. Nur spielt die Reihenfolge des Zieleinlaufes hier keine Rolle, um die Wette zu gewinnen.

Swinger

Hier wird auf zwei Pferde getippt. Diese müssen aber beide unter den ersten drei Plätzen ins Ziel kommen.

Trifecta

Hier geht es darum, die ersten drei platzierten Pferde in der richtigen Reihenfolge voraus zu sagen

Vierer-Wette

Hier müssen die ersten vier platzierten Pferde in der richtigen Reihenfolge vorausgesagt werden

Trio

Auch hier wird auf die ersten drei Gewinner gewettet, jedoch spielt die exakte Reihenfolge keine Rolle

Head-to-Head

Hier wird der Tipp auf den Vergleich zwei beliebiger Pferde abgeben, jedoch muss festgelegt werden, wer von den beiden als erstes ins Ziel kommt.

Für Anfänger sind Sieg- und Platzwette besonders empfehlenswert. Aber sie können ebenso mit Quinella und Head-to-Head erfolgreich sein. Deutlich anspruchsvoller hingegen sind Zweier- und Dreierwetten, wie Exacta und Trifecta. Viererwetten allerdings eigenen sich nur für erfahrene Pferdewetter.

Pferdewetten und deren Regeln

Grundsätzlich scheinen Pferdewetten von den Regeln her recht einfach zu sein. Allerdings bedarf es schon ein bisschen mehr, als nur die Wettart zu wählen und auf ein Pferd zu setzen. Um beim Pferdewetten erfolgreich zu sein, sollte man ein paar Regeln beachten.

Zusätzlich zu den Wettarten ist auch das Regelwerk der Pferderennen, die Quoten und das Wissen über die Starter von Belang. Um keine Fehler zu machen, ist es natürlich wichtig, die wichtigsten Pferdewetten Begriffe richtig zu verstehen. 

Achtung: Glücksspiel kann süchtig machen! Erkenne rechtzeitig die Gefahren. Unabhängig von der Gewinnausschüttung besteht bei jeder Spielteilnahme das Risiko des vollständigen Verlustes des Spieleinsatzes. Infos unter Beratungstelefon BZgA: 0800 1372700 und unter www.bzga.de und www.spielen-mit-verantwortung.de.

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