Hier wird Tradition großgeschrieben: Das sind die "Ältesten" von Chemnitz

Chemnitz - Sachsens drittgrößte Stadt - mit derzeit offiziell 247.482 Einwohnern, Tendenz steigend - wurde erstmals 1143 erwähnt. Heute kann Chemnitz auf eine lange Besiedlungs- und Handelsgeschichte zurückblicken, die ihre Spuren hinterlassen hat. Zum Beispiel bei Unternehmen oder Gebäuden, die in Würde gealtert und doch ewig junggeblieben sind. Lest selbst!

© Uwe Meinhold

Urige Einkehr

Am Fuße des Schloßbergs liegt das Kellerhaus (Schloßberg 2). Es findet sich zum ersten Mal 1680 als "Keller Häußgen unterm Schloß" in Chemnitzer Ratsakten. Bereits die Äbte des früheren Schloßberg-Klosters (Auflösung 1540) lagerten hier Bier. Derzeitiger Inhaber ist Tobias Gust (41) mit seiner Frau Kristin (38, F.): "Das Kellerhaus mit seiner gutbürgerlichen Küche ist seit 15 Jahren im Besitz unserer Familie."

© Petra Hornig

Tischlerei

Holzverarbeitung ist seit über 150 Jahren das Metier der Tischlerei Weise (Rottluffer Straße 71). "Ich führe das Geschäft in der fünften Generation", sagt Inhaber Karsten Weise (52, F.r.). Auch seine Tochter Rebekka (22, F.l.) ist mit dabei. Tischlerei-Gründer war Ahnherr Hermann Lohse im September 1866.

© Petra Hornig

Konditorei

Süßes und "Saures" gibt's in der Konditorei & Bäckerei Fiedler (Einsiedler Hauptstraße 45). "Ich führe das Geschäft in fünfter Generation, es wurde 1889 gegründet", sagt Konditormeisterin Sandy Fiedler (37, F.l.). "Zu den damals wie heute beliebten Süßwaren gehört die Eierschecke. Auch unsere Backwaren aus gesundem Natursauerteig heben sich von der Großindustrie-Konkurrenz ab", so die Inhaberin, die mit Mutter Kerstin (F.M.) und Vati Stephan (F.r.) den Laden betreibt.

© Uwe Meinhold

Wahrzeichen

Der Rote Turm ist das älteste Gebäude von Chemnitz, wurde im 12. Jahrhundert errichtet. Er diente zur Überwachung und zum Schutz der umliegenden Siedlungen. Im Turm wohnten zunächst Beauftragte der Könige und Kaiser, in späterer Zeit (bis etwa 1900) wurde er als Gefängnis genutzt.

© Sylvio Hoffmann

Wohnhaus

Wohnen wie Anno dazumal können Pfarrer auf dem Kirchberg in Glösa. Die ältesten Balken des Fachwerkbaus der evangelisch-lutherischen Gemeinde St. Jodokus stammen aus dem Jahr 1519. Derzeit ist das Pfarrhaus unbewohnt. "Die Bewerbungsfrist für Pfarrer läuft seit Februar, bislang hat sich aber noch niemand beworben", sagt Verwaltungsmitarbeiterin Irmtraud Weiß (64).

© Petra Hornig

Fleischerei

Herzhaft seit über 100 Jahren - mit Waren aus eigener Produktion: Das ist das Motto der Fleischerei Reinhold (Limbacher Straße 68). "Der Familienbetrieb wurde 1913 gegründet, zusammen mit meiner Frau Kerstin führe ich ihn mittlerweile in der vierten Generation", sagt Inhaber Jan Reinhold (52, F.r.). Sie bieten auch Catering und Partyservice.

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