Transferticker: Erstliga-Aufsteiger lehnt Ladenhüter Sakai ab

Hamburg - Trotz großer Ziele und Ambitionen spielen der Hamburger SV und der FC St. Pauli auch in der kommenden Saison wieder in der zweiten Liga. Personell steht beiden Vereinen und ihren neuen Sport-Direktoren in diesem Sommer eine Mammutaufgabe bevor.

St. Paulis Marvin Knoll wird in der kommenden beim Derby nicht mehr auf Pierre-Michel Lasogga treffen. Der Stürmer verlässt den HSV.
St. Paulis Marvin Knoll wird in der kommenden beim Derby nicht mehr auf Pierre-Michel Lasogga treffen. Der Stürmer verlässt den HSV.  © DPA

Leicht wird das nicht, ihre Vorgänger haben bereits "gute" Arbeit geleistet.

Beim Hamburger SV verpflichtete Ex-Sport-Direktor Ralf Becker bereits fünf Spieler, bevor er Ende Mai vor die Tür entlassen wurde (TAG24 berichtete).

David Kinsombi (Holstein Kiel), Jeremy Dudziak (FC St. Pauli), John Gyamerah, Lukas Hinterseer (beide VfL Bochum) und Berkay Özcan (nach Leihe vom VfB Stuttgart fest verpflichtet) sollen den HSV in der kommenden Saison verstärken.

Dazu kommt der erste Transfer des neuen Sport-Vorstandes Jonas Boldt. Der 37-Jährige holte Daniel Heuer Fernandes vom SV Darmstadt 98.

Dagegen stehen bisher die Abgänge von Filip Kostic (nach Leihe von Eintracht Frankfurt fest verpflichtet), Fiete Arp (Bayern München), Pierre-Michel Lasogga (Al-Arab Sports Club), Mats Köhlert (Willem II Tilburg) und Lewis Holtby (noch ohne Verein) fest, sowie die Rückkehr der drei Leihspieler Leo Lacroix (AS St. Etienne), Orel Mangala (VfB Stuttgart) und Hee-Chang Hwang (RB Salzburg) zu ihren Stammvereinen.

Drei Sport-Direktoren verantworten den St.-Pauli-Kader

Alex Meier kehrt nach nur einem halben Jahr den Kiezkickern den Rücken.
Alex Meier kehrt nach nur einem halben Jahr den Kiezkickern den Rücken.  © DPA

Ähnlich viel Bewegung herrschte bisher beim Liga-Konkurrenten und Erzrivalen FC St. Pauli. Der Kiezclub verpflichtete mit Luca Zander (nach Leihe von Werder Bremen fest verpflichtet), Rico Benatelli (Dynamo Dresden) und Borys Tashchy (MSV Duisburg) drei neue Spieler.

Der neue Sport-Vorstand Andreas Bornemann konnte erst in den letzten Wochen richtig loslegen. Zuvor lag die Verantwortung noch bei Ex-Manager Uwe Stöver und interimsweise bei Geschäftsführer Andreas Rettig.

Den drei Neuzugängen stehen zahlreiche Abgänge gegenüber. Korbinian Müller, Alex Meier, Sami Allagui (noch ohne Verein), Marc-Andre Schneider (Jahn Regensburg), Brian Koglin (1. FC Magdeburg), Jeremy Dudziak (Hamburger SV) und Maurice Litka (Preußen Münster) verlassen die Kiezkicker.

Zudem kehrt Justin Hoogma nach seiner halbjährigen Leihe zur TSG Hoffenheim zurück.

Wer noch kommt und wer die beiden Hamburger Vereine in der kommenden Saison noch verstärken soll, erfahrt Ihr hier in unserem TAG24-Transferticker.

Aufsteiger lehnt Transfer von HSV-Ladenhüter ab

In der vergangenen Saison gehörte Gotuko Sakai zu den Stammspielern beim HSV.
In der vergangenen Saison gehörte Gotuko Sakai zu den Stammspielern beim HSV.  © DPA

Update, 11. Juli, 15 Uhr: Gotuko Sakai steht beim Hamburger SV auf der Abschussliste. Als einer der Top-Verdiener soll der Japaner den Zweitligisten möglichst schnell verlassen.

Einziges Problem: Die Interessenten stehen nicht unbedingt Schlange.

Lediglich mit dem japanischen Verein Vissel Kobe um Trainer Thorsten Fink und den Spielern Lukas Podolski, Iniesta und David Villa wurde der 28-Jährige in Verbindung gebracht.

Wie der Kicker am Donnerstag berichtete, wurde Sakai sogar Aufsteiger SC Paderborn angeboten. Doch die Ost-Westfalen lehnten ab.

Unterdessen wird die Spur zum holländischen Abwehrspieler Timo Letschert heißer. Der 26-Jährige folgt nun ganz offiziell dem HSV auf Instagram. Vielleicht wird bald mehr aus der Internet-Bekanntschaft.

HSV-Keeper plant Verbleib

HSV-Keeper Julian Pollersbeck plant seinen Verbleib in Hamburg.
HSV-Keeper Julian Pollersbeck plant seinen Verbleib in Hamburg.  © DPA

Update, 3. Juli, 14.05 Uhr: Nach dem Kauf von Daniel Hauer Fernandes standen die Zeichen von Torwart Julian Pollersbeck auf Abschied.

Immer mal wieder flammte ein Gerücht auf, dass ein Verein Interesse am ehemaligen U21-Keeper hätte. Doch ernst wurde es bisher nie.

Nun soll er sich laut SportBild dazu entschieden haben, weiterhin beim Hamburger SV zu bleiben. Da droht ihm allerdings die Tribüne.

Trainer Dieter Hecking vertraut neben Fernandes auch Tom Mikkel, der bei Fans und innerhalb der Mannschaft sehr beliebt ist. Eine echte Chance scheint Pollersbeck aber beim HSV nicht mehr zu bekommen.

Keine weiteren Neuigkeiten gibt es im Fall Douglas Santos. Der Brasilianer trainiert abseits der Mannschaft im Kraftraum, um sich für einen bevorstehenden Wechsel nicht zu verletzen.

Zudem gaben die HSV-Verantwortlichen bekannt, dass U21-Verteidiger Leon Mundhek zu Regionalliga-Aufsteiger Altona 93 wechselt.

HSV-Kandidat vom Training freigestellt

Augsburgs Marvin Friedrich und HSV-Verteidiger Rick van Drongelen stehen vor einem Tauschgeschäft.
Augsburgs Marvin Friedrich und HSV-Verteidiger Rick van Drongelen stehen vor einem Tauschgeschäft.  © DPA

Update, 2. Juli, 7.45 Uhr: Jetzt könnte es ganz schnell gehen! Das Interesse vom Hamburger SV an Augsburgs Innenverteidiger Marvin Friedrich ist bekannt.

Allerdings wollen die bayrischen Schwaben vier Millionen Euro für den 23-Jährigen haben.

Wie praktisch, dass sich mit Rick van Drongelen ein Spieler in den Reihen des HSV befindet, an dem nun die Augsburger ihr Interesse bekunden.

Der FCA ist bereit, die geforderten acht Millionen Euro auf den Tisch zu legen. Der Betrag könnte sich reduzieren, sollte im Gegenzug Friedrich nach Hamburg wechseln.

Und die Chancen stehen nicht schlecht. Augsburgs Manager Stefan Reuter bestätigte gegenüber der Augsburger Allgemeinen einen bevorstehenden Wechsel.

"Wir haben gesagt dass er nicht da sein muss wenn die Gespräche so weit fortgeschritten sind. Jetzt warten wir mal die nächsten Stunden und Tage ab. Wir sind in sehr guten Gesprächen", sagte der Weltmeister von 1990.

Einzig der zweite Interessent Union Berlin könnte dem Wechsel von Friedrich zum HSV noch im Weg stehen.

Landsmann soll van Drongelen ersetzen

Timo Letschert (rechts) spielte bei US Sassuolo kaum eine Rolle und wurde nach Holland verliehen.
Timo Letschert (rechts) spielte bei US Sassuolo kaum eine Rolle und wurde nach Holland verliehen.  © DPA

Update, 1. Juli, 14.30 Uhr: Nachdem die HSV-Verantwortlichen Abwehrspieler Rick van Drongelen für acht Millionen Euro ins Schaufenster stellten, haben sie bereits einen Nachfolger an der Angel.

Wie der regionale Fernseh- und Radio-Sender "TRV Utrecht" berichtete, steht der Niederländer Timo Letschert kurz vor einem Wechsel in die Hansestadt. Die Verhandlungen seien bereits "weit fortgeschritten".

Der 26-Jährige war in der vergangenen Saison vom italienischen Erstligisten US Sassuolo an seinen ehemaligen Verein FC Utrecht ausgeliehen worden, nachdem er sich in der Seria A nicht durchsetzen konnte.

Nach einer starken Rückrunde spielte sich Letschert wieder in den Fokus anderer Vereine und könnte die Italiener für eine Ablöse im niedrigen siebenstelligen Millionenbereich wieder verlassen.

Wer zahlt acht Millionen für van Drongelen?

HSV-Abwehrkante Rick van Drongelen grätscht Kölns Angreifer Jhon Cordoba den Ball ab.
HSV-Abwehrkante Rick van Drongelen grätscht Kölns Angreifer Jhon Cordoba den Ball ab.  © DPA

Update, 1. Juli, 7.10 Uhr: Dem niederländischen Spitzenverein PSV Eindhoven wird seit Längerem schon ein Interesse an HSV-Abwehrspieler Rick van Drongelen nachgesagt.

Nun scheint auch Bundesligist FC Augsburg ein Auge auf den 20-jährigen Niederländer geworfen haben.

Unter Ex-Sportchef Ralf Becker war van Drongelen unverkäuflich, doch hat sich nun geändert.

Nach Informationen der Bild darf der Abwehrspieler den Verein für acht Millionen Euro verlassen.

Nur einmal nahm der FCA mehr Geld in die Hand - für Martin Hinteregger überwiesen die Verantwortlichen neun Millionen Euro an RB Salzburg.

Einen Schritt weiter ist schon HSV-Star Douglas Santos. Die Verhandlungen mit Zenit St. Petersburg sind weit fortgeschritten.

Der russische Meister ist bereit rund 15 Millionen Euro für den Brasilianer auf den Tisch zu legen.

HSV steigt in Poker um Aufstiegsheld ein

Marvin Friedrich denkt über seine Zukunft nach.
Marvin Friedrich denkt über seine Zukunft nach.  © DPA

Update, 30. Juni, 10.25 Uhr: Bei Schalke 04 blieb ihm der große Durchbruch verwehrt, beim FC Augsburg kam Marvin Friedrich nur in der Regionalliga-Mannschaft zum Einsatz.

Nach seinem Wechsel zu Union Berlin platzte der Knoten und der 23-jährige Innenverteidiger zeigte seine Klasse.

So sehr, dass die Augsburger auf eine Rückkehr dank einer Ausstiegsklausel pochen. Der Friedrich will nicht zurück in die Fuggerstadt. Er will lieber bei Union bleiben. Doch beide Vereine konnten sich bisher nicht über einen Transfer einigen.

Die FCA-Verantwortlichen fordern vier Millionen, die Köpernicker wollen 1,8 Millionen plus 2,5 Millionen Euro Boni zahlen. Es drohen zähe Verhandlungen zwischen den beiden Parteien.

Diese will nun der Hamburger SV nutzen und ist laut Kicker in den Poker um den 22-Jährigen eingestiegen. Mit Fortuna Düsseldorf wirbt zudem ein dritter Verein um die Gunst des Spieler.

Für den HSV ist es übrigens der zweite Versuch bei Friedrich. Er sollte bereits 2015 in den Volkspark wechseln, doch der Transfer von Schalke nach Hamburg scheiterte an 300.000 Euro.

Zenit St. Petersburg mit Interesse an HSV-Star

Douglas Santos lässt seinen Gegenspieler ins Leere grätschen.
Douglas Santos lässt seinen Gegenspieler ins Leere grätschen.  © DPA

Update, 29. Juni, 10 Uhr: Es grenzte schon an ein Wunder, dass HSV-Star Douglas Santos noch einmal im Volkspark nach seinem Brasilien-Urlaub wieder auftauchte.

Der Linksverteidiger machte nach dem letzten Saisonspiel unmissverständlich klar, dass er den Hamburger SV verlassen werde.

Einziges Problem: Die Interessenten standen bisher nicht Schlange! Bayer Leverkusen wurde Interesse nachgesagt, doch der Werksclub entschied sich gegen eine Verpflichtung.

Doch nun scheint Bewegung in die Sache zu kommen. Am Freitag sprach Douglas Santos noch einmal nachdrücklich auf Sport-Chef Jonas Boldt ein. Und mit dem russischen Spitzenclub Zenit St. Petersburg scheint es auch einen zahlungskräftigen Interessenten zu geben.

Der Meister, der damit auch in der kommenden Saison Champions League spielt, ist bereit die vom HSV geforderten zwölf Millionen Euro Ablöse auf den Tisch zu legen.

Und mit Tim Leibold haben die HSV-Verantwortlichen bereits einen Nachfolger ins Auge gefasst. Die Verantwortlichen gaben den Transfer am Samstag offiziell bekannt (TAG24 berichtete).

Portugal statt Österreich?

Julian Pollersbeck muss genau überlegen, wo er kommende Saison spielen will.
Julian Pollersbeck muss genau überlegen, wo er kommende Saison spielen will.  © DPA

Update, 28. Juni, 9 Uhr: Noch immer hat HSV-Keeper Julian Pollersbeck keinen neuen Verein gefunden.

Schon seit längerer Zeit wird Österreichs Top-Club RB Salzburg ein Interesse am Schlussmann nachgesagt, doch ein Wechsel kam bisher nicht zustande.

Nun scheint der Brause-Verein Konkurrenz zu bekommen. Der portugiesische Spitzen-Club FC Porto soll nach Mopo-Informationen Pollersbeck ins Visier genommen haben. Auch sie spielen in der nächsten Saison in der Champions League.

Der Vize-Meister ist nach der Herzinfarkt von Iker Casillas auf der Suche nach einer neuen Nummer eins. Die Verantwortlichen sollen sich in der Nachfolge des Spaniers auf Pollersbeck festgelegt haben.

Es scheint, als habe der 24-Jährige die Qual der Wahl. Statt in der zweiten Liga auf der Ersatzbank zu versauern, ruft mit der Champions League die internationale Bühne. Und die erhoffte fünf Millionen Euro Ablösesumme ist für die beiden Interessenten ein Klacks.

Kommt noch ein Bayer zum HSV?

Tim Leibold spielt bisher für den 1. FC Nürnberg.
Tim Leibold spielt bisher für den 1. FC Nürnberg.  © dpa/Matthias Merz

Update, 27. Juni, 13.30 Uhr: Der Hamburger SV hat soll nach einem Bericht der Bild-Zeitung Tim Leibold verpflichtet haben. Bereits zuvor gab es Gerüchte über den möglichen Neuzugang.

Der 25-Jährige soll am Freitag zum Medizin-Check in Hamburg erwartet werden.

Er spielte zuletzt als Linksverteidiger für den 1. FC Nürnberg.

Der Transfer soll den HSV drei Millionen Euro gekostet haben.

Von offizieller HSV-Seite ist der Neuzugang bisher nicht bestätigt.

Doch Leibolds gut informierter Friseur schrieb am Donnerstagmittag auf Instagram zu einem Foto, das ihn mit dem Spieler zeigt: "Tim Leibold mein Freund wünsche dir alles gute und viel Erfolg bei deinem neuen Verein" (Fehler im Original).

Damit wechselt Tim Leibold vermutlich vor seinem bisherigen Mannschaftskollegen Ewerton nach Hamburg.

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