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Ein Platz bleibt leer... Trauer um die tote Schwester

Manche Wunden heilen nie ganz - sie reißen besonders zur Weihnachtszeit wieder auf. Die Trauer um Familienangehörige ist dann besonders schlimm.

Von Markus Griese

Kerstin Gleißberg (47, r.) und Schwester Andrea (†17) mit ihrem Vater.
Kerstin Gleißberg (47, r.) und Schwester Andrea (†17) mit ihrem Vater.

Dresden - Weihnachten ist das Fest der Liebe. Der Familie. Endlich sitzen alle am Tisch, reden, schlemmen, lachen miteinander - das größte Geschenk! Doch was, wenn ein Teil der Familie verstorben ist, ein Platz leer bleibt am Tisch?

Für viele wiegt der Verlust eines geliebten Menschen in diesen Tagen besonders schwer. Die Zeit mag manche Wunde heilen. Doch gerade der Advent reißt die eine oder andere auch wieder auf.

Kerstin Gleißberg (47) weiß noch, wie damals der Anruf kam. Ein Sonntag im August, vor 22 Jahren. Ihre Eltern waren dran. „Deine Schwester, ein Unfall...“

Für Kerstin Gleißberg blieb damals die Zeit stehen. Alles fror ein, für lange Zeit. „Mein erster Gedanke war: Du musst die Unfallstelle sehen“, erinnert sie sich heute. Sie fuhr hin. Ihr Mann, zum Glück, an ihrer Seite.

Beide erkannten den Baum sofort, irgendwo in einer Kurve zwischen Schlottwitz und Glashütte. Sie sahen die Spuren an der Rinde, sahen Splitter - „...und doch versteht man nichts“, sagt Kerstin Gleißberg noch heute.

Das letzte gemeinsame Weihnachtsfest 1993 - die Schwestern vereint.
Das letzte gemeinsame Weihnachtsfest 1993 - die Schwestern vereint.

Damals, genauer gesagt am Abend zuvor, war ihre acht Jahre jüngere Schwester mit Bekannten auf dem Weg zur Dorfdisco. Der Mazda kam ins Schleudern. „Wegen ihrer langen Beine saß Andrea vorn, auf dem Beifahrersitz“, erzählt Kerstin. Das war fatal.

Andrea wurde lebensgefährlich verletzt, kam erst nach Dippoldiswalde, dann per Hubschrauber nach Dresden in die Klinik. „Sie kam nicht mehr zu Bewusstsein“, sagt Kerstin Gleißberg, mittlerweile Mutter zweier Töchter, mit leiser Stimme.

Wenn die Heidenauerin heute an ihre Schwester denkt, ist Andrea noch immer 17 Jahre jung. Bestimmte Bilder von ihr kommen der Schwester wieder und wieder ins Bewusstsein. „Zum Beispiel, wie sie lachend die Tür aufmacht.“ So jung, so strahlend. Voller Leben. Oder das gemeinsame Klönen und Rumalbern im Bett. Und die gemeinsamen Weihnachtsfeste.

Kerstin Gleißberg: „Wir hatten ein Ritual in der Familie. Heiligabend fuhren wir immer zum Mittagessen nach Hirschsprung, immer ins gleiche Lokal.“ Nach Andreas Tod hat es Jahre gedauert, bis ihre Schwester wieder dorthin konnte.

Am Tisch in der guten Stube zündet Kerstin ein Licht für ihre tödlich verunglückte Schwester an.
Am Tisch in der guten Stube zündet Kerstin ein Licht für ihre tödlich verunglückte Schwester an.

„Erst, als die eigenen Kinder kamen“, sagt sie. Inzwischen sind auch Kerstins Eltern tot. „Ein seltsames Gefühl, plötzlich die letzte Überlebende zu sein“, sagt die Horterzieherin nachdenklich.

Um über den Tod der geliebten Schwester hinwegzukommen, schrieb Kerstin Gleißberg damals Gedichte. Und sie trat einer Selbsthilfegruppe bei - eigentlich für „Verwaiste Eltern“.

„Ich ging mit meiner Mutter hin, als die noch lebte“, erinnert sich Kerstin Gleißberg. Heute leitet sie innerhalb dieser Gruppe eine Runde für trauernde Geschwister. Weil sie sich da auskennt und weil die Geschwistertrauer oft vergessen wird.

Kerstin Gleißberg zitiert eine bekannte Trauerforscherin, die einmal sagte: „An die Mutter denkt noch mancher beim Verlust eines Kindes, an den Vater schon weniger und an die Geschwister schließlich niemand mehr...“ Das war auch ihre Erfahrung.

Und heute? Was ist mit Weihnachten? „Da zünden wir wie jedes Jahr für meine Schwester eine Kerze an, stoßen nach der Bescherung auf sie an“, sagt Kerstin Gleißberg, die diese Rituale pflegt und braucht. Und die sich glücklich schätzt, in ihrem Mann und den Kindern verständnisvolle Partner an ihrer Seite zu haben.

Vergessen ist Andrea jedenfalls nicht, niemals. Und sie ist immer noch 17 Jahre jung...

Unter www.verwaiste-eltern.de finden sich die Adressen lokaler Selbsthilfegruppen für trauernde Angehörige.

Fotos: privat, Steffen Füssel

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