Riesen Bierdeckel-Brust-Skandal! Der Werberat ist verwirrt

Alice Schwarzer (re.) hatte im Mai Probleme mit dem Bierdeckel (li.).
Alice Schwarzer (re.) hatte im Mai Probleme mit dem Bierdeckel (li.).

Traunstein/Berlin - Zuerst kam der Bierdeckel-Verriss in der politischen Frauenzeitschrift "Emma", jetzt erhielt auch noch der Deutsche Werberat Beschwerden! Wie gesagt, es geht um einen Bierdeckel...

...und zwar um einen 16 Jahre alten Bierdeckel vom Hofbräuhaus Traunstein!

Das emanzipatorische Frauenmagazin "Emma" bezeichnete im Mai den Deckel als "mega out". "Was es sein darf? Eine Werbung, die Frauen nicht als Ware präsentiert", schrieb "die Emma".

Das Traunsteiner Hofbräuhaus reagierte ganz bierselig auf Facebook:

"Liebe Emma-Redaktion, es freut uns, dass nach mehr als zehn Jahren auch ihr unseren Bierdeckel entdeckt habt. Hättet ihr dabei eins unserer Biere genossen, wäre euch unsere bayerisch-fröhliche Lebensart nicht entgangen.

Übrigens zeigt unser Bierdeckel eine bayerische Bedienung - seit jeher Inbegriff einer starken mutigen witzigen Frau - und die fragt ihre Gäste natürlich ‚Was darf’s sein?‘“!

Schon das war sehr unterhaltsam. Jetzt geht der Bierdeckel in die nächste Runde.

Auf Facebook sehen wir diese Grafik.
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Nach dem Emma-Dilemma hat das Hofbräuhaus Traunstein aktuell wieder Ärger. Diesmal mit dem Deutschen Werberat.

Die Brauerei nimmt auch die erneute Sexismus-Debatte auf die lachende Schulter und schreibt auf Facebook: "Anonyme Beschwerde beim Werberat gegen Skandal-Bierdeckel - ihr entscheidet ob er weg soll! ..."

"Die Beschwerdeführer sind der Auffassung, die Werbung sei sexistisch" und würde "Personen herabwürdigen und diskriminieren". In Verbindung mit dem Spruch "Was darf's sein?" würde der Eindruck erweckt, die Frau sei "sexuell verfügbar", erklärt es Chiemgau24.

Angeblich lagen dem Werberat lagen schon vor zehn Jahren Beschwerden über die Bierdeckel-Werbung vor.

"Damals haben wir die Beschwerden noch zurückgewiesen. In den letzten Jahren ist jedoch eine zunehmende Sensibilisierung der Bevölkerung gegenüber Sexismus zu beobachten", so der Werberat im Schreiben ans Brauhaus.

Das Brauhaus reagiert prompt: "Wir wissen natürlich, dass das Schwingen der Sexismus-Keule mittlerweile zum Standard-Programm vieler sogenannter Experten und Schutzpatronen der Frauenrechte gehört", zitiert Chiemgau24.

"Das Dirndl ist keine Burka, sondern eine seit Jahrhunderten nahezu unveränderte bayerische Tracht und verstößt Gott sei Dank gegen keinerlei Vermummungsverbot."


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