Feuerquallen machen das Baden in der Ostsee zur Schmerz-Hölle

Lübeck - Weiterhin keine Entwarnung für die Badegäste in der Lübecker Bucht: Die DLRG-Hauptwache Travemünde hat wegen der Feuerquallen immer noch rot geflaggt.

Die Tentakel der Feuerqualle können bei Hautkontakt schmerzhafte Reaktionen auslösen.
Die Tentakel der Feuerqualle können bei Hautkontakt schmerzhafte Reaktionen auslösen.  © Thomas Müller/dpa

"Wir haben nur schwachen Wind aus Südwesten, da wird nichts aufs Meer rausgetragen", sagte ein Sprecher am Samstag. "Man sieht keine Quallen mehr, aber es ist schwer einzuschätzen."

In den vergangenen Tagen hatten mehr als 700 Badegäste über Beschwerden nach dem Kontakt mit Feuerquallen geklagt (TAG24 berichtete). Wegen der Warnungen seien die Urlauber vorsichtiger geworden.

"Es gibt viele, die am Rand bleiben. Bedeutend weniger Menschen gehen in die Ostsee", sagte der Sprecher. Am Mittag war die Wassertemperatur mit 22 Grad um ein Grad wärmer als die Luft.

Am Freitag hatte der Kreis Ostholstein für die Strände zwischen Timmendorfer Strand und Haffkrug eine Warnung ausgesprochen.

Auch wenn keine Quallen mehr zu sehen seien, könnten die abgerissenen Tentakel der Tiere mit noch aktiven Nesselzellen im Wasser treiben.

Als Grund für die Vermehrung gilt der hohe Nährstoffeintrag, der das Planktonwachstum und damit auch die Vermehrung der Quallen fördert (TAG24 berichtete).

Auch die Erwärmung der Ostsee durch den Klimawandel begünstigt nach Ansicht von Wissenschaftlern das Quallenwachstum (TAG24 berichtete).

An den betroffenen Stränden warnen Hinweisschilder und Flaggen vor dem Baden.
An den betroffenen Stränden warnen Hinweisschilder und Flaggen vor dem Baden.  © dpa/Markus Scholz

Titelfoto: DPA


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