Nach 11 Monaten: Riesen-Loch in A20 ist gestopft, jetzt kommt Behelfsbrücke!

Tribsees - Ja, wo ist es denn? Das Riesen-Loch in der Pannen-Autobahn A20 im Trebeltal bei Tribsees ist tatsächlich weg, der 100 Meter lange Krater ist gestopft. Seit September 2017 klaffte dort ein Trichter wie nach einem Bombeneinschlag (TAG24 berichtete).

So dramatisch sah die abgesperrte A20 im April 2018 aus.
So dramatisch sah die abgesperrte A20 im April 2018 aus.  © dpa/Stefan Sauer

Es tut sich merklich was auf der A20: Denn wie eine Luftaufnahme zeigt, die das Energieministerium Mecklenburg-Vorpommern auf Twitter teilte, ist das Loch aufgefüllt.

"Die erste Hälfte der 305 Bohrpfähle für die A20-Behelfsbrücke bei Tribsees ist gesetzt. Nun beginnen die Firmen, die dafür sorgen, dass die Behelfsbrücke sicher auf die Bohrpfähle aufgelegt werden kann, mit ihrer Baustelleneinrichtung."

Pendler und Urlauber in Richtung Ostsee sollten sich dennoch nicht zu früh freuen, da die Bauarbeiten noch Jahre dauern werden.

Bis dahin wird der Verkehr weiterhin auf Umleitungsstrecken durch die angrenzenden Ortschaften rollen.

Und nicht nur der Verkehr fließt dort, sondern aufgrund Klo-Mangels auch der Urin von Tausenden Wildpinklern (TAG24 berichtete).

Wie hier in Böhlendorf weist ein Schild auf eine öffentliche Toilette hin. Doch viele Wildpinkler ignorieren das.
Wie hier in Böhlendorf weist ein Schild auf eine öffentliche Toilette hin. Doch viele Wildpinkler ignorieren das.  © dpa/Stefan Sauer

Doch warum überhaupt eine Behelfsbrücke und nicht gleich die endgültige Lösung?

"Den gesamten Damm auf circa 800 Metern Länge in seiner gesamten Breite wieder instandzusetzen, erfordert eine Bauzeit von mehreren Jahren", erklärte das Ministerium.

Und weiter: "Um die Autobahn nicht bis voraussichtlich Anfang der 2020er-Jahre voll sperren und die Anwohner mit dem Umleitungsverkehr belasten zu müssen, wird die zweispurige (eine Spur je Richtung) Behelfsbrücke gebaut, die den Verkehr voraussichtlich noch in diesem Jahr zurück auf die Autobahn holt. Die Gründung dieser Brücke wird für die neue, dauerhafte Brücke mit genutzt."

Am 5. August war es an der Baustelle zu einem dramatischen Unfall mit zwei Toten und vier Verletzten gekommen, als ein Auto ins Stau-Ende raste (TAG24 berichtete).

So wird die Strecke gebaut:

Titelfoto: DPA; Screenshot Twitter/Energieministerium MV