Ist die Trinker-Szene demnächst aus der Innenstadt verschwunden?

Am Martinsgang soll demnächst ein Alkoholverbot herrschen.
Am Martinsgang soll demnächst ein Alkoholverbot herrschen.

Herford - Die Stadt Herford hat ein Problem mit Trinkern. Daher startet am Freitag die Ratssitzung für ein Alkoholverbot an fünf Stellen im Innenstadtbereich. Im Vorfeld der Sitzung bekommen die Befürworter, um Bürgermeister Tim Kähler, nun Schützenhilfe aus der Führung des Herforder Innenstadtvereins.

"Der Vorschlag des Bürgermeisters für ein befristetes Alkoholverbot in der Innenstadt wird vom Vorstand des Innenstadtvereins konsequent unterstützt", teilten Hans Koch, Holger Krehmeyer, Mathias Polster und Ekrem Keskin jetzt bei einem Gespräch mit der Presse mit.

"Nur mit Diskussionen kommen wir nicht mehr weiter", sagte Keskin vom Modehaus Klingenthal laut Informationen der Neuen Westfälischen.

Das Problem sei, dass Kunden und Mitarbeiter häufig am so genannten Trinkertreff, dem Martinsgang, angepöbelt werden und es schon des öfteren vorkam, dass an die Geschäfte uriniert wurde. Ein riesiges Problem, das die Stadt in den Griff bekommen müsse.

Auch am Wilhelmsplatz, einem weiteren der fünf Plätze, sei es nicht möglich, an den Trinkern vorbeizugehen, ohne das man angemacht würde, erklärte Stadtführer Polster und gab an, dass es an der Hermannstraße einen neu eingerichteten Raum für diese Menschengruppen gäbe.

Im gleichen Atemzug erwähnte Polster, dass es eine neue Bußgeldsatzung geben würde, in dem zum Beispiel stehe, dass wenn jemand achtlos eine Zigarette wegwerfe, dieser 20 Euro zu zahlen habe.

Am Martinsgang hingegen würde das seiner Meinung nach allerdings anderes aussehen. Dort sei seinem Empfinden nach ein rechtsfreier Raum entstanden, wo es ein massives Müllproblem gebe und Bußgelder offenbar nicht gelten würden.


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