Trotz Lollapalooza-Chaos: Bürgermeister offen für mehr Großveranstaltungen

Heiß auf mehr Großveranstaltungen: Bürgermeister Karsten Knobbe (Linke), doch es muss einiges optimiert werden. (Bildmontage)
Heiß auf mehr Großveranstaltungen: Bürgermeister Karsten Knobbe (Linke), doch es muss einiges optimiert werden. (Bildmontage)  © DPA (Bildmontage)

Hoppegarten - Der erste Abend offenbarte das ganze Ausmaß der fehlerhaften Planung des Lollapalooza-Festivals im brandenburgischen Hoppegarten. Dicht an dicht kollabierten Menschen in der Nacht zum Sonntag am hiesigen S-Bahnhof und niemand will die Schuld dafür tragen. Dennoch bleibt Bürgermeister Karsten Knobbe (Linke) zuversichtlich, mehr Großveranstaltungen auszutragen, wie die Berliner Zeitung berichtet.

Etwa 30 Personen hätten Kreislaufprobleme oder Schwächeanfälle erlitten, wie TAG24 berichtete. "Das passiert allerdings häufig bei solchen Festivals im Gedränge, wenn die Leute den ganzen Tag auf den Beinen waren und vielleicht etwas dehydriert sind", sagte Veranstalter Tommy Nick. Normal ist indes diese Situation für die Gemeinde nicht.

"Ein Festival dieser Größenordnung gehört weder in eine Gemeinde mit 18.000 Einwohnern noch in ein Landschaftsschutzgebiet", sagte Sven Francke, Sprecher des Aktionsbündnisses für den Erhalt der Rennbahn im Grünen. Francke. Der Veranstalter habe "mögliche Verletzte offenkundig billigend in Kauf genommen", so der Sprecher.

Am Sonntag begab sich Bürgermeister Knobbe auf Fehlersuche und fand im "nicht optimal funktionierenden Bus-Shuttle" sowie in den Bauarbeiten an der S-Bahn - es stand nur ein Gleis zur Verfügung - die Ursachen des nächtlichen Abreise-Chaos.

Dennoch schließt er weitere Großveranstaltungen in der Gemeinde Hoppegarten nicht aus. "Bei einer Optimierung ist so eine Großveranstaltung in Hoppegarten auch künftig einmal im Jahr möglich“, sagte Knobbe der Berliner Zeitung.

Titelfoto: DPA (Bildmontage)


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