Trotz mutmaßlichem Verbot: Berliner US-Botschaft hisst Regenbogen-Fahne

Berlin - Eine Regenbogenfahne unter der US-Flagge ziert seit Donnerstag die Fahnenstange an der US-Botschaft in Berlin. Die Flagge ist das Symbol der LGBTQ-Community - die englische Abkürzung für lesbisch, schwul, bisexuell, transgender und queer.

Initiator des Regenbogen-Fahnen-Verbots? US-Präsident Donald Trump.
Initiator des Regenbogen-Fahnen-Verbots? US-Präsident Donald Trump.  © dpa/Carolyn Kaster

Auch die Skulptur eines Berliner Bären in der Botschaft war am Donnerstag in eine Regenbogenfahne eingewickelt. Eine Stellungnahme der US-Botschaft in Berlin lag zunächst nicht vor.

Bereits im Juni hatten zahlreiche US-amerikanische Auslandsvertretungen unter anderem in Südkorea, Indien und Österreich die Flagge zum Gay-Pride-Month gezeigt - angeblich gegen eine Anordnung des US-Außenministeriums.

Dieses soll den Botschaften nach Medienberichten verboten haben, die Regenbogenflagge an den Fahnenstangen der Vertretungen zu hissen. Die Mitarbeiter zeigten die Fahne daraufhin anderswo auf dem Botschaftsgelände.

Das Verbot des US-Außenministeriums gilt auch für Berlin, wo Washington mit Richard Grenell einen Botschafter hat, der offen homosexuell ist und sich für die Entkriminalisierung der Homosexualität weltweit einsetzt.

Am Samstag findet in Berlin der Christopher Street Day statt, bei dem Hunderttausende Menschen für die Rechte von Homosexuellen demonstrieren. Grenell hatte schon im Juni angekündigt, bei der Berliner Parade mitmarschieren zu wollen.

Eine Regenbogenfahne unter der US-Flagge ziert seit Donnerstag die Fahnenstange an der US-Botschaft in Berlin.
Eine Regenbogenfahne unter der US-Flagge ziert seit Donnerstag die Fahnenstange an der US-Botschaft in Berlin.  © dpa/Jörg Carstensen

Mehr zum Thema Berlin Politik:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0