Trotz tollem Kampf: Eintracht mit zweiter Pflichtspiel-Niederlage in Folge

Frankfurt am Main/Leipzig - Vor rund 40.000 Zuschauern in der nahezu ausverkauften Red Bull Arena musste sich Eintracht Frankfurt 1:2 gegen RB Leipzig geschlagen geben.

Kevin Trapp hat gegen den Schuss zum 1:0 von Timo Werner keine Chance.
Kevin Trapp hat gegen den Schuss zum 1:0 von Timo Werner keine Chance.  © DPA

Rotation war das Stichwort für die Aufstellung von Adi Hütter gegen RB Leipzig. Gleich auf sechs Positionen hatte der Eintracht-Coach die Startelf gegenüber dem 0:1 bei Racing Straßburg verändert.

Evan N'Dicka, Sebastian Rode, Dominik Kohr, Erik Durm, Dejan Joveljic und Goncalo Paciencia kamen für Martin Hinteregger, Lucas Torró, Gelson Fernandes, Danny Costa, Mijat Gacinovic und Ante Rebic ins Team. Rebic und Gacinovic waren nicht im Kader. Beide seien angeschlagen, sagte Adi Hütter vor dem Spiel.

Zunächst konnte die stark veränderte Eintracht gegen die favorisierten Leipziger gut mithalten und hatte die erste Chance: Filip Kostic geht links durch und verzieht aus wenigen Metern.

Dann aber doch das 1:0 für die Hausherren. Eine Sabitzer-Ecke von rechts findet den Kopf von Yussuf Poulsen. Der Däne verlängert auf den freistehenden Timo Werner, der mit einem sehenswerten Drehschuss einnetzt (10.). Makoto Hasebe hatte dem Nationalspieler zu viel Platz gelassen.

Kurz darauf beinahe das 2:0: Marcel Sabitzer spurtet über rechts gegen aufgerückte Frankfurter los und flankt auf Werner, der aber etwas ungünstig steht und den Ball aus drei Metern nicht verwandeln kann (18.).

In der Folge bemühte sich die Eintracht, das Spiel besser unter Kontrolle zu bringen und hatte auch mehr Ballbesitz. In der Offensive fehlte aber die Durchschlagskraft. Über die Außen kam nicht viel und Daichi Kamada lief sich in der sicheren RB-Abwehr fest.

Die beste Chance für die SGE in der 43. Minute: Joveljic kann sich durchsetzen, verliert den Ball aber im gegnerischen Strafraum. Das Leder kommt irgendwie zu Paciencia, der den nun freistehenden Joveljic übersieht. Schließlich landet der Ball bei Kostic, der aus rund 20 Metern knapp das Tor verfehlt.

Eintracht hat mehr vom Spiel, aber das Tor fällt zu spät

Bester Mann auf dem Platz: Timo Werner (r.) im Zweikampf mit Evan N'Dicka.
Bester Mann auf dem Platz: Timo Werner (r.) im Zweikampf mit Evan N'Dicka.  © DPA

Gleich zu Beginn der zweiten Halbzeit eine Schrecksekunde für die Eintracht, als Trapp gegen den unbedrängt auf ihn zuspurtenden Werner (48.) Kopf und Kragen riskieren musste.

Dann erhöhte die SGE wieder das Tempo und griff Leipzig bereits frühzeitig an. Aber wie schon in der ersten Halbzeit - oder im Europa-League-Spiel in Straßburg - schafften es die Frankfurter zu selten, echte Torgefahr zu erzeugen. Ein Problem: die fehlende Pass-Genauigkeit der Hessen.

RB versuchte zumeist, über schnelle Gegenstöße zum Erfolg zu kommen, allerdings stand die Eintracht-Abwehr nun sicherer.

Dann doch endlich mal Aufregung im Leipziger Strafraum. Der bis dahin blasse Durm findet Joveljic im Strafraum, der legt sich den Ball aber etwas zu weit vor, sodass RB-Keeper Péter Gulácsi das Leder greifen kann.

Jetzt wurde die Eintracht besser und drückte die Leipziger mehr und mehr in deren Hälfte, zumeist angetrieben vom guten Sebastian Rode.

In der 77. Minute brachte Adi Hütter mit Jonathan de Guzman und Timothy Chandler für Durm und den ausgepowerten Rode frisches Blut - und RB machte das 2:0.

Der eingewechselte Emil Forsberg findet mit einer weiten Flanke von links den rechts im Strafraum sträflich allein gelassenen Poulsen, der den Ball mit Schmackes Trapp Volley durch die Beine hämmert (80.). N'Dicka hatte den Sürmer wohl aus den Augen verloren, weil der sich noch Sekunden zuvor mit schmerzverzerrtem Gesicht auf dem Rasen gekrümmt hatte.

Aber die Eintracht gab nicht auf. In der 89. Minute dann die Belohnung: Chandler kann sich auf rechts durchsetzen und den Ball auf Paciencia legen, der unhaltbar aus kurzer Entfernung verwandelt. Allerdings schafften es die Frankfurter dann nicht mehr, in der üppig bemessenen Nachspielzeit trotz Power-Play noch zum Ausgleich zu kommen.

Fazit: Die Eintracht zeigte eine durchaus engagierte Leistung und nach dem 0:2 viel Moral. Es fehlte aber in der Offensive zumeist an der nötigen Durchschlagskraft, während clevere Leipziger ihre Chancen besser zu nutzen wussten.

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