Trotz VW-Krise nascht Zwickau aus Fördertöpfen

Der Schwanenteichpark soll mit neuem Bootsverleih, hübscheren Wegen und neuen Sitzbänken attraktiver werden.
Der Schwanenteichpark soll mit neuem Bootsverleih, hübscheren Wegen und neuen Sitzbänken attraktiver werden.

Von Doreen Grasselt

Zwickau - Die VW-Krise reißt tiefe Löcher in den Stadthaushalt. Trotzdem muss Zwickau nicht an allen Investitionen sparen. Aus dem europäischen Fördertopf gibt’s bald 22 frische Millionen.

Diese sollen zum Großteil in das Projekt „Erweiterte Bahnhofsvorstadt“ fließen. Denn dieser Stadtteil ist laut Verwaltung ein sozial benachteiligtes und überaltertes Gebiet.

„Aus Erfahrungsberichten von Sozialarbeitern und dem Bericht der Polizeidirektion Zwickau ist zu erkennen, dass es in diesem Bereich immer mehr zu Problemen und Drogenkriminalität kommt“, heißt es.

Gemeinsam mit den Bürgern hat die Stadt ein Handlungskonzept erarbeitet, das dem Stadtrat zum Beschluss vorliegt.

An der Bahnhofstraße wird jetzt schon fleißig gewerkelt.
An der Bahnhofstraße wird jetzt schon fleißig gewerkelt.

„Die Stadt soll zum Wohnen wieder attraktiver werden“, erklärt Baubürgermeisterin Kathrin Köhler (37, CDU).

Das betreffe sowohl Sanierungen der Gebäude, das Aufhübschen des Schwanenteichparks und soziale Angebote für Zwickauer und Flüchtlinge.

Außerdem will ein privater Investor die Georgenschule als Schulstandort ausbauen. Das Innenministerium hat für das gesamte Projekt 15 Millionen Euro in Aussicht gestellt.

Der Eigenanteil der Stadt beträgt drei Millionen Euro. Weitere sieben Millionen gibt’s aus dem Städtebau-Förderungsprogramm des Freistaates.

Damit sollen ein zentrales Stadtarchiv geschaffen, Horch-Museum und Gewandhaus saniert werden.

Baubürgermeisterin Kathrin Köhler (37, CDU) will das Viertel attraktiver machen.
Baubürgermeisterin Kathrin Köhler (37, CDU) will das Viertel attraktiver machen.

Fotos: Ralph Köhler/propicture


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0