Trotz Zuwanderung. Sachsen schrumpft und vergreist

Einsam zieht die Seniorin ihre Einkaufstasche über die Straße. Sieht so das Sachsen 2060 aus?
Einsam zieht die Seniorin ihre Einkaufstasche über die Straße. Sieht so das Sachsen 2060 aus?

Dresden - Trotz Zuwanderung droht Sachsen zum entvölkerten Rentnerland zu werden. Aktuelle Prognosen des Statistischen Bundesamtes prophezeien dem Freistaat den Verlust von fast einer Million Einwohnern.

Entvölkerte Landstriche, verwaiste Spielplätze und jedes dritte öffentliche Gebäude ein Alten- oder Pflegeheim. So könnte Sachsen im Jahr 2060 tatsächlich aussehen. Denn nach Berechnungen der Bundesstatistiker wird die Bevölkerung im Land bis dahin von heute rund vier Millionen auf etwa 3,2 Millionen Einwohner sinken. Und das ist noch das „mildere“ Szenario, welches von einer kontinuierlichen Zuwanderung ausgeht. Denn schwächt sich auch die ab, werden es den Berechnungen zufolge nur noch 3,1 Millionen Einwohner sein.

Laut Prognose altert Sachsen auch besonders stark: War 2013 noch nicht einmal jeder Vierte im Rentenalter, so wird es bereits 2030 voraussichtlich jeder Dritte sein.

Den Berechnungen zufolge wird 2060 die Gruppe der 65- bis 79-Jährigen dann etwa 19,4 Prozent der Bevölkerung ausmachen, 12,9 Prozent werden älter als 80 Jahre sein (2015: 7,2 Prozent).

Foto: dpa/U. Zucchi


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