Trümmerteile fliegen 50 Meter weit: Jungenstreich löst Großeinsatz aus

Pforzheim - Zwei Explosionen in leerstehenden Gebäuden einer früheren Lungenheilanstalt in Schömberg (Kreis Calw) haben für einen rund vier Stunden dauernden Einsatz von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdiensten gesorgt.

In dem Gebäude fanden sich weitere acht Sprengkörper. (Symbolbild)
In dem Gebäude fanden sich weitere acht Sprengkörper. (Symbolbild)  © DPA

Nach den Explosionen am Mittwochabend waren drei Tatverdächtige mit zwei Autos vom Tatort geflohen, teilte die Feuerwehr am Donnerstag mit. Trümmerteile und Glasscherben lagen in einem Umkreis von 50 Metern. Verletzt wurde niemand.

Es sei unklar gewesen, ob noch weitere Sprengkörper in Gebäuden seien. Spezialisten seien daher angefordert worden, die Häuser und das Gelände abzusuchen. Dabei wurden acht weitere Sprengkörper, die jedoch nicht gezündet hatten, gefunden.

In der Nähe nahm die Polizei drei Tatverdächtige fest. Die jungen Männer im Alter von 17, 20 und 21 Jahren gaben zu, illegale Silvesterböller gezündet zu haben, unter anderem in einer Toilettenschüssel. Es handele sich um einen Streich.

Da die Gebäude seit Jahren marode seien, sei nur geringer Schaden entstanden. Wegen Verstößen gegen das Sprengstoffgesetz werde gegen das Trio ermittelt.

Titelfoto: DPA

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