Trump bei den Royals: Konnte er sich dieses Mal benehmen?

London - Klappt es diesmal? Schon bei seinem letzten Staatsbesuch 2018 vergriff sich Trump nicht nur im Ton gegenüber Theresa May. Auch die englische höfische Etikette war für ihn ein Buch mit sieben Siegeln. Das sorgte nicht nur unter den Engländern für viel Spott und Häme.

Donald Trump und die britische Königin Elizabeth II schreiten 2018 die Ehrengarde ab.
Donald Trump und die britische Königin Elizabeth II schreiten 2018 die Ehrengarde ab.  © Pablo Martinez Monsivais/AP/dpa

Als rekordverdächtiges Versagen eines Staatsmannes kann man Donald Trumps letzten Besuch in London wohl bezeichnen. Nicht nur, dass er die Queen (93) bei 27 Grad in der heißen Mittagssonne brüten ließ. Nein, statt sich ehrfurchtsvoll zu verbeugen, wie es die höfische Sitte verlangt, griff der amerikanische Präsident dreist nach der königlichen Hand.

Um dem noch die Krone aufzusetzen, drehte er der englischen Queen bei einem gemeinsamen Spaziergang auch noch den Rücken zu. Ein royales No-go!

Gelernt hat er daraus offensichtlich nicht: beim erneuten Staatsbesuch am Montag in London gab es wieder keinen Knicks für die Queen.

Ein guter Start war das wohl nicht. Schon bevor er englischen Boden betrat, leistete er sich eine Panne über Twitter. Er beleidigte den Londoner Bürgermeister Sadiq Khan (48), indem er twitterte: "Er ist ein Totalversager ('stone cold loser'), der sich auf die Kriminalität in London konzentrieren sollte, nicht auf mich."

Auch in der britischen Bevölkerung sorgte der US-Präsident für Entsetzen, indem er am Wochenende Meghan Markle (37), Herzogin von Sussex, in der „SUN“ als fies bezeichnete. Es war eine Reaktion auf ihre Aussage von 2016, dass Trump frauenfeindlich sei.

So lief der erneute Staatsbesuch am Hof

Handschlag zwischen Königin Elizabeth II. und Donald Trump bei der offiziellen Begrüßung.
Handschlag zwischen Königin Elizabeth II. und Donald Trump bei der offiziellen Begrüßung.  © Frank Augstein/AP/dpa

Zum Empfang lud Queen Elisabeth II. ihre Gäste traditionell in den Buckingham Palace ein. Bei der offiziellen Begrüßung entsagte der amerikanische Präsident wiederholt jeder royalen Regel und reichte der Queen die Hand.

Selbst zu einem obligatorischen leichten Kopfsenken konnte sich Trump nicht überwinden. Auch seine Frau Melania (49) verhielt sich nicht besser. Im Gegenteil, auf einen Knicks konnte Queen Elisabeth lange warten.

Auch wenn das Ehepaar nicht durch angemessenes Verhalten glänzen konnte, so waren dafür die Mode-Experten von Melania Trumps Outfit umso begeisterter. Sie zeigte sich in einem Ensemble, welches dank weißem Kleid und Hut als eine Hommage an den Film-Klassiker "My Fair Lady" erinnern könnte.

Seitenhieb der Queen?

In der Ehrenformation ließ dieses Jahr die Queen ihren Sohn Charles (70) neben Trump laufen. Sie selbst wollte sich das nach dem Dilemma beim letzten Staatsbesuch offensichtlich nicht mehr geben.

Am Abend wird traditionell nicht nur kulinarisch groß aufgefahren. Neben allerlei Alkoholika, auch für den Alkohol-Verweigerer Trump, werden die wichtigsten Politiker des Landes geladen. Das Menü ist noch geheim!

Der Chef der oppositionellen Labour-Partei, Jeremy Corbyn, schlug seine Einladung jedoch aus. Der Grund: Donald Trump mische sich in britische Angelegenheiten ein.

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