Jerusalem-Anerkennung: "Historischer Tag"

Netanjahu: Jerusalem sei die Hauptstadt Israels seit fast 70 Jahren. "Jerusalem ist die Hauptstadt des jüdischen Volkes seit 3000 Jahren gewesen."
Netanjahu: Jerusalem sei die Hauptstadt Israels seit fast 70 Jahren. "Jerusalem ist die Hauptstadt des jüdischen Volkes seit 3000 Jahren gewesen."  © DPA

Jerusalem - Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat die Anerkennung Jerusalems als Israels Hauptstadt durch US-Präsident Donald Trump gelobt.

"Die Entscheidung des Präsidenten ist ein wichtiger Schritt in Richtung Frieden, weil es keinen Frieden gibt, ohne dass Jerusalem die Hauptstadt des Staates Israel ist", sagte Netanjahu am Mittwochabend.

Andere Staaten forderte er dazu auf, dem Vorbild Trumps zu folgen und ihre Botschaften ebenfalls dorthin zu verlegen.

"Dies ist ein historischer Tag", sagte Netanjahu . "Sie (Jerusalem) ist die Hauptstadt Israels seit fast 70 Jahren. (...) Jerusalem ist die Hauptstadt des jüdischen Volkes seit 3000 Jahren gewesen."

Der Ministerpräsident betonte: "Es wird keinerlei Veränderung des Status quo an den heiligen Stätten geben." In der Jerusalemer Altstadt liegt der Tempelberg (Al-Haram Al-Sharif: Das Edle Heiligtum). Er ist Juden wie Muslimen heilig. Zudem befindet sich mit der Grabeskirche die wichtigste religiöse Stätte des Christentums in der Altstadt.

Israel hatte 1967 während des Sechs-Tage-Kriegs den arabisch geprägten Ostteil der Stadt erobert und später annektiert. Es beansprucht ganz Jerusalem als seine unteilbare Hauptstadt. Dieser Anspruch wird international nicht anerkannt. Die Palästinenser sehen in Ost-Jerusalem ihre künftige Hauptstadt.

Erekat: Trump hat jede Chance für Zwei-Staaten-Lösung zerstört

Ramallah - Mit seiner Anerkennung Jerusalems als Israels Hauptstadt hat US-Präsident Donald Trump nach Ansicht des palästinensischen Chefunterhändlers "jegliche Chance auf eine Zwei-Staaten-Lösung zerstört".

Saeb Erekat sagte am Mittwochabend sichtlich aufgebracht, Trumps Schritt widerspreche völlig den Friedensverträgen zwischen Israel und den Palästinensern.

Er nehme Entscheidungen voraus, diktiere und verschließe die Türen für Verhandlungen. "Ich denke, dass Präsident Trump die USA heute Abend für jegliche Rolle im Friedensprozess disqualifiziert hat."


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