Wie verseucht ist der Truppenübungsplatz Senne?

Aktuell wird der Truppenübungsplatz Senne vom Britischen Militär genutzt.
Aktuell wird der Truppenübungsplatz Senne vom Britischen Militär genutzt.

Paderborn - Der Truppenübungsplatz Senne wird seit 1892 militärisch genutzt. Auf dem Gelände finden Manöver der unterschiedlichsten Waffengattungen einschließlich Schießübungen sowohl mit Übungs- als auch mit Brisanzmunition statt.

In der Diskussion ist, dass die britischen Streitkräfte in wenigen Jahren den Standort verlassen. Was dann genau mit dem Gelände geschieht, ist derzeit offen.

Bevor überhaupt darüber entschieden werden kann, musste erst mal ein Gutachten klären, wie verseucht das Gelände ist. "Überall da, wo militärisch geübt werde, könne es grundsätzlich punktuell zu Kontaminationen gekommen sein", sagen die Gutachter. Vor allem von Sprengplätzen könnten erhebliche Boden- und Grundwasserbelastungen ausgehen.

So wurde in der Senne nach dem "Frankreichfeldzug" erbeutete Munition in großen Stil vernichtet. Trotzdem bezeichnen es die Gutachter als Glück, dass sich im Bereich des Truppenübungsplatzes viele Grundwassermessstellen befinden würden, was eine gezielte und flächenhafte Grundwasseruntersuchung sehr erleichtere.

Was wird aus dem Truppenübungsplatz, wen das Britische Militär den Ort verlässt?
Was wird aus dem Truppenübungsplatz, wen das Britische Militär den Ort verlässt?

Das Ergebnis ist erfreulich: Es wurden keine Werte festgestellt, die Anlass zur Besorgnis im Hinblick auf die Trinkwassernutzung geben.

Gutachter Dr. Michael Kerth betonte, dass man im Zuge der historischen Recherche keine Hinweise auf Nutzung von uranhaltiger Munition gefunden habe.

Der Leiter der Umweltamtes des Kreises Paderborn, Klaus Kasmann, betonte außerdem, dass nach Auswertung der jetzt vorliegenden Erkenntnisse "keine akuten Gefahren erkennbar seien".

Das vollstände Gutachten wird voraussichtlich im Herbst vorliegen. Kasmann erläuterte im Ausschuss, der am Mittwoch stattfand, dass die Ergebnisse bereits mit den Anliegerkreisen Gütersloh und Lippe und anderen Fachbehörden erörtert worden seien.

Nach Vorliegen des endgültigen Gutachtens im Herbst würden die Behörden sich an einen Tisch setzen, um weitere Wasser- und Bodenuntersuchungen abzustimmen.


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