Tschechien schickt Vignette in Rente

Prag - Tschechien schickt ab 2021 die klassische Klebevignette in Rente. Der Senat billigte am Mittwoch ein elektronisches Mautsystem.

Gehören bald der Vergangenheit an - Klebevignetten.
Gehören bald der Vergangenheit an - Klebevignetten.  © Facebook/HAVEL PLYN a.s.

Der tschechische Senat hat am Mittwoch eine weitreichende Änderung des Mautsystems für PKW abgesegnet.

Die bedeutendste Änderung hierbei ist die Umstellung von klassischen Klebevignetten hin zu einem elektronischen Verfahren.

Genauso wie in Österreich bereits üblich wird dabei die Vignette online erworben und ist an das Kennzeichen des Käufers gebunden.

Dieses wird dann von den bereits im tschechischen Autobahnnetz vorhandenen LKW-Mautbrücken ausgelesen und automatisch auf eine erworbene Online-Vignette überprüft.

Das Kleben auf die Autoscheibe entfällt damit genau wie der umständliche Einkauf der Vignetten an speziellen Vorverkaufsstellen.

Preise bleiben konstant

Die Preise sollen laut Radio Prag vorerst nicht steigen. 58 Euro werden nach wie vor für eine Jahresvignette, 17 Euro für eine Monatsvignette und 12 Euro für eine zehntägige Autobahnvignette fällig. Positiv, die Jahresvignette wird ab 2021 dann 365 Tage ab Einkauf gelten und nicht mehr von 1. Februar bis 31. Januar des darauffolgenden Jahres.

Staatspräsident Miloš Zeman muss das Gesetz noch bestätigen. Die Tschechische Republik erhofft sich durch die Einführung des neuen Systems 8,5 Millionen Euro Mehreinnahmen, während die Betriebskosten um bis zu 4,6 Million Euro sinken sollen.

Titelfoto: Facebook/HAVEL PLYN a.s.


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