Corona-Hilfe für Tschechien: Rudert Sachsen jetzt zurück?

Dresden - Großzügig hatte Sachsen Tschechien Mitte Oktober die Aufnahme Covid-19-Erkrankter in sächsischen Krankenhäusern angeboten. Mit steigenden Infektionszahlen in Sachsen scheint die sächsische Landesregierung jetzt zurückzurudern.

Bislang werden keine an Corona erkrankten Tschechen in Sachsen behandelt. Dabei hatte der Freistaat noch kürzlich großzügig das Angebot unterbreitet.
Bislang werden keine an Corona erkrankten Tschechen in Sachsen behandelt. Dabei hatte der Freistaat noch kürzlich großzügig das Angebot unterbreitet.  © Imago Images / Chaloupka

Bislang hat Tschechien die angebotene Hilfe nicht angenommen. 

Doch: "Sollte die tschechische Regierung auf unser Angebot zurückkommen, wird die Staatsregierung mit den Krankenhaus-Koordinatoren prüfen, ob und gegebenenfalls wie viele Plätze dann zur Verfügung gestellt werden können", so Regierungssprecher Ralph Schreiber. 

Zur Anzahl nur so viel: "Wir sind bereit zu helfen, aber natürlich muss die Versorgung sächsischer Patienten stets vollumfänglich gewährleistet bleiben."

Tschechiens Betten-Kapazitäten (derzeit 6200 Corona-Patienten stationär) könnten bald ausgeschöpft sein. 15.663 Neu-Infektionen innerhalb von 24 Stunden sind jüngster Rekord. 

Auch das ebenso an Sachsen grenzende Polen (seit 24. Oktober Risikogebiet) vermeldete mit 18.820 Neu-Infektionen einen neuen Höchstwert. 

Wie für Tschechien gelten auch für Polen die von Sachsen gelockerten Bestimmungen, die den kleinen Grenzverkehr weiterhin ermöglichen.

Titelfoto: Imago Images / Chaloupka

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