"Halber" Lockdown in Tschechien, aber Sachsen lässt die Grenzen offen!

Dresden/Prag - Tschechien befindet sich seit dem heutigen Mittwoch im Halb-Lockdown (bis Anfang November): Die Entscheidung fiel am Montagabend.

Premier Andrej Babis (66) sieht den Halb-Lockdown als letztes Mittel im Kampf gegen Corona.
Premier Andrej Babis (66) sieht den Halb-Lockdown als letztes Mittel im Kampf gegen Corona.  © dpa/CTK/Ondøej Deml

Restaurants, Bars und Clubs sind in Tschechien dicht, auch Schulen, Fitnesscenter, Zoos. Alkohol auf der Straße ist verboten, Zusammenkünfte nur bis zu sechs Personen, strengere Maskenpflicht. 

"Wir haben nur einen Versuch, und dieser Versuch muss erfolgreich sein", so Premier Andrej Babis (66). Rund 63.000 Menschen sind derzeit aktiv erkrankt in dem kleinen 10,7-Millionen-Einwohner-Land. 

Vonseiten Sachsens sollen die Grenzen weiterhin offen bleiben - obwohl der Erzgebirgskreis Risikogebiet ist. Der grenzt an Tschechiens Kreise Usti nad Labem und Karlsbad mit derzeit insgesamt 4.300 aktiv Erkrankten.

Links-Politikerin denkt über strengere Regelungen nach

Die Intensivbetten werden knapp im Nachbarland.
Die Intensivbetten werden knapp im Nachbarland.  © dpa/CTK/Ondøej Deml

Auch die gesundheitspolitische Sprecherin der Linken, Susanne Schaper (42), stellte klar: 

Über strengere Regeln müsse bei steigenden Infektionszahlen nachgedacht werden.

"Ob dazu eine Grenzschließung ein geeignetes Mittel ist, muss auch zwischen den verantwortlichen Landkreisen in Sachsen und den tschechischen Grenzregionen abgestimmt werden", so Schaper.

Titelfoto: Montage: dpa/CTK/Ondøej Deml (2)

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