Corona-Tests für Tschechiens Berufspendler? Sachsen stimmt milderen Regeln zu

Dresden/Prag - Pendler aus Tschechien und Polen müssen ab 18. Januar nur einen Corona-Test wöchentlich machen.

Tschechien zahlt seinen Pendlern die Tests.
Tschechien zahlt seinen Pendlern die Tests.  © André März

Ursprünglich hatte Sachsen zwei gefordert, die zudem von den Pendlern aus eigener Tasche bezahlt werden sollten.

Tschechien und Polen machten Druck - mit Erfolg. "Eine gute Nachricht! Die heutige Verhandlung mit der sächsischen Ministerin Köpping verlief glänzend", twitterte der tschechische Außenminister Tomas Petricek (39) am Freitagabend.

Am Nachmittag hatte er in einer Videokonferenz mit Gesundheitsministerin Petra Köpping (62) sein Angebot unterbreitet: Tschechien zahlt seinen derzeit etwa 5000 Pendlern den wöchentlichen Test, dafür sollte von sächsischer Seite nur ein Testergebnis wöchentlich verlangt werden.

Sachsen willigte ein. Petra Köpping sagte über das Gespräch mit dem tschechischen Außenminister, dass man Maßnahmen in Zukunft "ein Stück weit abstimmen" will.

Der tschechische Außenminister Tomas Petricek (39) verhandelte mit Gesundheitsministerin Petra Köpping (62) über die Tests für Pendler.
Der tschechische Außenminister Tomas Petricek (39) verhandelte mit Gesundheitsministerin Petra Köpping (62) über die Tests für Pendler.  © Tschechisches Außenministerium

Gegenwind hatte es auch von polnischer Seite gegeben: Der Bürgermeister von Zgorzelec, Rafał Gronicz (47), hatte an die sächsische Regierung geschrieben, dass mit der Regelung das Recht auf Gleichbehandlung von Arbeitnehmern in der EU verletzt wird, wie das Nachrichtenportal nj24.pl berichtet.

Titelfoto: André März

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