Hoffenheims Champions League-Jagd geht weiter: Jetzt kommen die Wölfe

Sinsheim - Fussball-Bundesligist TSG 1899 Hoffenheim verzückt seit einigen Wochen die Liga mit Offensivfeuerwerken der ersten Klasse. Zum 31. Spieltag empfangen die Kraichgauer am Sonntag den VfL Wolfsburg (15.30 Uhr/Sky) und wollen auf einen Champions League-Platz klettern.

Hoffenheims Trainer Julian Nagelsmann (31) warnt vor der Variabilität der Wolfsburger.
Hoffenheims Trainer Julian Nagelsmann (31) warnt vor der Variabilität der Wolfsburger.  © DPA

Dass die TSG aus Hoffenheim derzeit neben RB Leipzig und den Bayern zu den heißesten Mannschaften in der Bundesliga zählt, belegen die folgenden Zahlen:

  • 15 Tore in den vergangenen vier Spielen
  • zwölf Punkte
  • Sprung auf Tabellenplatz sechs
  • drei Zähler Rückstand auf Eintracht Frankfurt (Platz 4) und die damit verbundene Qualifikation für die Champions League

Dazu befindet sich Stürmer Ishak Belfodil in überragender Form, netzte sieben Mal in den letzten vier Spielen und liegt mit seinen 15 Saisontreffern auf Platz 6 der Bundesliga-Torschützenliste, einen Platz hinter Sturmkollege Andrej Kramarić (16 Tore).

Das Ziel Champions League hing lange Zeit wie ein Damokles-Schwert über Hoffenheim, die Blau-weißen brachten oft Führungen nicht über die Linie oder verloren Spiele, in denen sie haushoch überlegen waren. Nun präsentiert sich das Team jedoch in Top-Form und die Königsklasse ist wieder völlig realistisch.

"Es ist ein Wunsch, dass wir in die Champions League kommen. Es ist toll, wie unsere Mannschaft das gerade macht. Sie sprudelt vor Freude", sagte Hoffenheims Trainer Julian Nagelsmann, der in diesem Sommer zu RB Leipzig wechselt.

Kerem Demirbay fällt gegen Wolfsburg aus

Ishak Belfodil (rechts im Bild) befindet sich derzeit in herausragender Form, erzielte sieben Tore in den vergangenen vier Spielen.
Ishak Belfodil (rechts im Bild) befindet sich derzeit in herausragender Form, erzielte sieben Tore in den vergangenen vier Spielen.  © DPA

Am Sonntag kommt mit dem VfL Wolfsburg (Tabellenplatz neun) ein Konkurrent um die Europapokalplätze in die PreZero Arena nach Sinsheim.

Die "Wölfe" liegen vier Punkte hinter der TSG. Gewinnt Hoffenheim, hätte der VfL zumindest mit der Champions League nichts mehr zu tun.

Für das Spiel muss TSG-Coach Julian Nagelsmann neben den Langzeitverletzten jedoch auf den gelbgesperrten Kerem Demirbay verzichten, der sich zuletzt auch in starker Form präsentierte. "Kerem hat ein sehr gutes Gespür dafür, das Spiel zu beschleunigen, aber manchmal auch zu entschleunigen, was sehr, sehr wertvoll ist.", so der 31-jährige Trainer.

Sein Gegenüber Bruno Labbadia befürchtet hingegen die Ausfälle von Jerome Roussillon, John Anthony Brooks und Daniel Ginczek. "Hinter Roussillon steht mehr als ein großes Fragezeichen. Es wird leider nicht besser bei ihm. Er kann nicht einhundertprozentig sprinten", sagte Labbadia.

Julian Nagelsmann hat großen Respekt vor seinem Trainerkollegen und weiß, dass ein schwieriges Spiel gegen Wolfsburg bevorsteht: "Die Arbeit, die der Bruno dort gemacht hat, ist außerordentlich gut." Das Spiel der Wölfe sei "schwer zu analysieren", da sie "sehr variabel" seien und "mit Sicherheit die schwerste Aufgabe seit einiger Zeit".

Doch Nagelsmann ist überzeugt, dass seine Mannschaft den "Flow" aus den vergangenen Spielen mitnehmen kann und mit der Unterstützung des heimischen Publikums dafür sorgt, dass die drei Punkte in Sinsheim bleiben.

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