Hertha mit "Arroganz" dominieren: Ist für die TSG noch die Königsklasse drin?

Sinsheim - Vor der Partie am Sonntag (13.30 Uhr) gegen Hertha BSC herrscht gute Laune beim Fußball-Bundesligisten TSG 1899 Hoffenheim.

TSG-Caoch Julian Nagelsmann.
TSG-Caoch Julian Nagelsmann.  © DPA

Denn die TSG gewinnt endlich wieder. Und wie!

4:0 gewannen die Hoffenheimer bei abstiegsbedrohten Augsburgern und sogar die offensiv-starken Leverkusener ballerten die Kraichgauer mit 4:1 aus der Sinsheimer Arena.

Auftritte, die natürlich für Erleichterung sorgen, nachdem man in dieser Saison bereits zu viele Punkte nach guten Partien liegen ließ.

So platzte TSG-Coach Julian Nagelsmann nach dem leichtfertig verspielten Einzug ins Champions-League-Achtelfinale der Kragen: "Diese Unentschieden - das geht mir voll auf den Sack" so der Coach Ende November.

"Ich will halt gewinnen, ich will immer gewinnen, immer. Jedes Scheiß-Spiel will ich gewinnen", so Nagelsmann nach einer bitteren Pleite gegen Schachtjor Donezk.

Und diese Flaute an nicht gewonnen Spielen hielt noch eine ganze Weile an, sodass man sich die Champions-League-Qualifikation für die kommende Saison bereits aus dem Kopf schlug.

Ishak Belfodil (rechts im Bild) jubelt mit Teamkollege Ermin Bičakčić über seinen zweiten von drei Treffern gegen den FC Augsburg.
Ishak Belfodil (rechts im Bild) jubelt mit Teamkollege Ermin Bičakčić über seinen zweiten von drei Treffern gegen den FC Augsburg.

Und plötzlich funktioniert die Maschine wieder!

Nach Meinung des Trainers Nagelsmann, liege dies besonders am mutigen Agieren seiner Elf und am verbesserten Gegenpressing.

Auch in dieser Hinsicht lobte er seinen Bomber Ishak Belfodil, der momentan nicht nur aus allen Lagen trifft (Fünf Tore in den letzten zwei Partien), sondern sich auch in der Defensive voll reinhängt.

Da habe Belfodil sich stark entwickelt: "Vor sieben Monaten wusste er nicht mal was ein Rückkonter ist, jetzt versucht er sie alle zu verteidigen", lobte Nagelsmann Belfodils Wille zum Verteidigen am Freitag auf der Pressekonferenz.

Gegen die Hertha am Sonntag, wird besonders der Wille entscheidend sein, allerdings der gesamten Mannschaft.

Nagelsmann rechnet mit tiefstehenden Berlinern, sodass die TSG gezwungen sein wird das Spiel selbst zu gestalten.

Kerem Demirbay (r.) im Zweikampf mit VfB-Stürmerstar Mario Gomez.
Kerem Demirbay (r.) im Zweikampf mit VfB-Stürmerstar Mario Gomez.  © DPA

Doch dies dürfte kein Problem sein für die Kraichgau-Kicker: "Wir haben im Moment auch die gewisse positive Arroganz und Selbstverständlichkeit, um die Spiele zu dominieren", erklärte Kerem Demirbay zuletzt den Hoffenheimer Aufwärtstrend gegenüber dem Fußballmagazin "Kicker".

Und diesen will TSG-Coach Nagelsmann fortführen. Der 31-jährige Trainer-Jungstar bläst zur Aufholjagd und verwies auf den Endspurt der vergangenen Saison.

Damals stand der aktuelle Tabellensiebte nach 28 Spieltagen ebenfalls auf dem siebten Rang und erspielte sich bis zum Schluss noch den dritten Platz inklusive der Champions-League-Startberechtigung.

Ist dies auch dieses Jahr noch möglich?

Die Kraichgauer sind zwar stark in Form, doch der vierte Rang ist dieses Mal nicht nur magere vier Punkte entfernt wie vergangene Spielzeit, sondern satte acht.

Wenn die Europa-Helden der Frankfurter Eintracht (4.) nun beginnen würden zu straucheln, dann ist vielleicht doch noch was drin.

Ansonsten sollten sich die Hoffenheimer allerdings auf die Qualifikation für die Europa League konzentrieren, die ist nämlich aktuell nur ein mageres Pünktchen entfernt.

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