Hoffenheim schlägt Hertha und ballert sich auf Europa-League-Rang

Sinsheim - Der Traum von Europa lebt im Kraichgau! Am 29. Spieltag der Fußball-Bundesliga gewinnt die TSG 1899 Hoffenheim in der heimischen PreZero Arena gegen Hertha BSC mit 2:0 (1:0).

Adam Szalai (m.) und Nico Schulz (r.) jagen Herthas Per Ciljan Skjelbred (l.) und dem Ball hinterher.
Adam Szalai (m.) und Nico Schulz (r.) jagen Herthas Per Ciljan Skjelbred (l.) und dem Ball hinterher.  © DPA

Nadiem Amiri erzielte das 1:0-Führungstor für die Kraichgauer (30.), ehe Reiss Nelson mit seinem 2:0 (76.) die Entscheidung für die Hoffenheimer besorgte.

TSG-Coach Julian Nagelsmann vertraute der gleichen Startelf wie beim 4:1-Kantersieg über den FC Augsburg.

Dagegen tauschte Herthas Trainer Pal Dardai gleich auf drei Positionen: Er rotierte den erkälteten Niklas Stark, Marko Grujić und Ondrej Duda aus der Startformation heraus. Dafür begannen Marvin Plattenhardt, Lukas Klünter und Peter Pekarík.

Und die TSG Hoffenheim starteten furios! Die Kraichgauer spielten die Hertha zunächst mit gewaltigem Powerplay in Grund und Boden.

Hoffenheims Stürmer Adam Szalai (5.) und Andrej Kramaric (7.) trafen früh Latte und Pfosten, doch Millimeter fehlten der TSG zum Traumstart. Auch fünf Minuten später, als TSG-Topstürmer Kramaric völlig unbedrängt zum Kopfball kam, diesen allerdings aus drei Metern Distanz am Berliner Tor vorbei setzte, zappelte das Leder noch nicht im Netz.

TSG-Torschütze Nadiem Amiri bejubelt seinen Treffer zum 1:0 (30.).
TSG-Torschütze Nadiem Amiri bejubelt seinen Treffer zum 1:0 (30.).  © DPA

Die berüchtigte Kraichgau-Offensive feuerte bereits in den ersten zehn Minuten satte sieben Torschüsse aufs Berliner Gehäuse, doch der TSG fehlte die Kaltschnäuzigkeit.

Stattdessen stabilisierte sich die Hertha zur Mitte der zweiten Hälfte etwas, ohne das Heft selbst in die Hand zu nehmen.

So kam es, wie es kommen musste: Amiri fasste sich aus siebzehn Metern ein Herz und wuchtete die Kugel ins linke Toreck zum 1:0 (30.) für die TSG. Hertha-Keeper Jarstein sah in dieser Situation schlecht aus, ihm rutsche die Pille durch die Hände.

Und mit diesem hochverdienten Treffer schien die Heimmannschaft die Gäste aus Berlin wachgeküsst zu haben. Maximilian Mittelstädt traf nur das Außennetz (33.), doch Plattenhardts Freistoß kam von der Strafraumgrenze gefährlich aufs TSG-Gehäuse (35.). TSG-Keeper Oliver Baumann parierte aber die Kugel souverän.

Somit ging es mit der 1:0-Führung für die TSG zum Pausentee.

Hertha-Stürmer Salomon Kalou (l.) und TSG-Mann Nadiem Amiri (r.) im Zweikampf.
Hertha-Stürmer Salomon Kalou (l.) und TSG-Mann Nadiem Amiri (r.) im Zweikampf.

Nach dem Wiederanpfiff dominierte wieder nur eine Mannschaft - die aus dem Kraichgau.

Doch neben der Dominanz, nahm die TSG auch ihre mangelnde Chancenausbeute mit in die zweite Hälfte.

So kombinierten sich die Hoffenheimer in der 53. Minute fein nach vorne, doch der Abschluss von Kerem Demirbay verfehlte deutlich das Hertha-Tor.

Die Abschlussschwäche der Kraichgauer wurde immer tragischer. Besonders der sonst treffsichere Kramaric schien einen komplett gebrauchten Tag erwischt zu haben. In der 58. Minute vergab der Kroate erneut kläglich vor Hertha-Keeper Jarstein. Die Kugel kullerte links am Tor vorbei.

Die Hertha fand anschließend besser in die Partie und Mittelstädt zog einfach mal aus der Distanz ab, doch verfehlte das Ziel knapp (69.).

Dann der Berliner Knockout: Nach Flanke des deutschen Nationalspielers Nico Schulz köpfte Joker Reiss Nelson zum 2:0 für die TSG ein (76.).

Damit war der dritte Sieg in Folge für die TSG perfekt. So hüpft Hoffenheim auf den sechsten Platz, der gleichbedeutend mit der Europa-League-Qualifikation wäre. Manch einer träumt im Kraichgau sogar noch von der Königsklasse.

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