TSG empfängt Werder Bremen: Nagelsmann nimmt Abschied von Sinsheim

Sinsheim - Fußball-Bundesligist TSG 1899 Hoffenheim empfängt am 33. Spieltag zum letzten Bundesliga-Heimspiel der Saison den SV Werder Bremen in der PreZero Arena.

Wird aller Voraussicht nach am Samstag nach überstandenerm Syndesmosebandriss wieder im TSG-Kader stehen: Stürmer Joelinton.
Wird aller Voraussicht nach am Samstag nach überstandenerm Syndesmosebandriss wieder im TSG-Kader stehen: Stürmer Joelinton.  © DPA

Die Partie am Samstag (15.30 Uhr/Sky) ist gleichzeitig auch der letzte Auftritt von Julian Nagelsmann als TSG-Trainer in Sinsheim. Der 31-Jährige wechselt im Sommer zu Ligakonkurrent RB Leipzig.

"Wenn das Spiel dann vorbei ist, wird es vielleicht schon emotional werden", so Nagelsmann, der seit 2010 bei Hoffenheim tätig ist. Er habe sich aber noch keine Gedanken gemacht, wie er reagieren wird, da es erst einmal voll und ganz um das Spielgeschehen gehe.

Das Ziel gegen den kommenden Gegner Werder Bremen sind natürlich drei wichtige Punkte im Kampf um die Europapokal-Plätze. Was am Samstag unbedingt funktionieren muss, ergibt sich aus den Lehren des 2:2-Unentschiedens gegen Mönchengladbach am vergangenen Spieltag: Effektivität bei der Chancenverwertung.

Der Trainingsschwerpunkt beim Abschlusstraining lag deshalb auf "verschiedenen Abschlüssen inklusive Standards, um noch torgefährlicher zu werden, um die Vielzahl von Chancen, die wir uns erspielen, auch in Zählbares und Ertrag umzumünzen", erläuterte Julian Nagelsmann.

Joelinton wieder eine Option

Gegen Bremen wird Julian Nagelsmann sein letztes Heimspiel als Hoffenheim-Trainer bestreiten.
Gegen Bremen wird Julian Nagelsmann sein letztes Heimspiel als Hoffenheim-Trainer bestreiten.  © DPA

Die ohnehin starken TSG-Offensivkräfte könnten am Samstag möglicherweise wieder durch Joelinton komplettiert werden.

Der brasilianische Stürmer zog sich Ende März gegen Bayer 04 Leverkusen einen Syndesmosebandriss und arbeitete an seinem Comeback. "Er hat wieder trainiert, es kann sein, dass er wieder im Kader ist", freut sich sein Trainer.

Keine Option ist hingegen der so wichtige Abwehrspieler Benjamin Hübner (Rückenprobleme). Möglicherweise kann er aber beim Saisonfinale in Mainz wieder mitwirken.

Vor den Bremern und deren Übungsleiter Florian Kohfeldt hat Julian Nagelsmann indessen großen Respekt: "Sie spielen immer nach vorne, immer mutig, auch mit viel Risiko und haben da auch ganz interessante Abläufe, um auch einen Gegner, der massiv verteidigt, mal auseinander zu spielen."

Die Werderaner Offensivkräfte Max Kruse und Milot Rashica seien Spieler, die "auch den Unterschied ausmachen können". Kapitän Kruse erzielte in der Rückrunde sieben Treffer, legte sechs weitere auf und zeichnet sich durch Laufstärke und Zweikampfwille aus. Er gilt als der Antreiber im Team. Mit Claudio Pizarro sitzt außerdem ein Edeljoker auf der Bremer Bank, der erst am vergangenen Spieltag das entscheidende 2:2 gegen Borussia Dortmund erzielte.

Das Ziel für die Kraichgauer ist klar gesteckt: Mindestens die Europa League soll es sein. Damit das klappt, sind drei Punkte am Samstag Pflicht, um die Ausgangslage vor dem Bundesliga-Finale in einer Woche möglicherweise zu verbessern.

Und ein Sieg wäre wohl auf emotionaler Ebene zu keinem Zeitpunkt passender, als zu Julian Nagelsmanns letztem Spiel in Sinsheim als Hoffenheim-Cheftrainer.

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