Torwartfehler von Baumann! Rückschlag für Hoffenheim gegen Wolfsburg

Sinsheim - Die TSG 1899 Hoffenheim verliert im Kampf um die Champions League entscheidend an Boden! Am 31. Spieltag der Fussball-Bundesliga unterliegen die Kraichgauer gegen den VfL Wolfsburg mit 1:4 (1:1) in der heimischen PreZero Arena.

Hoffenheims Stürmer Ádám Szalai bejubelt den 1:0-Führungstreffer in der 9. Spielminute.
Hoffenheims Stürmer Ádám Szalai bejubelt den 1:0-Führungstreffer in der 9. Spielminute.  © DPA

Ádám Szalai erzielte die Führung für Hoffenheim (9.), William glich kurz vor der Halbzeit für Wolfsburg aus (41.). In der zweiten Hälfte brachte Wout Weghorst die Gäste mit 2:1 in Front (69.) Maximilian Arnold entschied die Partie mit dem 3:1 vorzeitig (85.), Wout Weghorst erzielte mit seinem zweiten Treffer den 4:1-Endstand (88.)

Hoffenheims Trainer Julian Nagelsmann veränderte seine Startformation gegenüber dem vergangenen 5:2-Erfolg beim FC Schalke 04 (TAG24 berichtete) nur auf einer Position. Ádám Szalai startete neben Ishak Belfodil im Sturmzentrum.

Die Partie begann furios, beide Mannschaften hatten starke Offensivszenen. Gleich in der 4. Minute musste TSG-Keeper Oliver Baumann eine Glanztat auspacken. Felix Klaus zog aus halbrechter Position ab, doch Baumann konnte die Kugel an die Latte lenken.

In der Folge wurden die Gastgeber jedoch stärker, und in der 9. Minute klingelte es dann zum ersten Mal. Nadiem Amiri spielte mit Übersicht auf Andrej Kramarić, der im Zentrum viel Platz hatte und auf links den hinterlaufenden Schulz mitnahm. Der bediente Ádám Szalai, der den rechten Außenrist hinhielt und zur 1:0-Führung traf.

Vergebener Elfmeter bringt Hoffenheim aus dem Konzept

Wolfsburgs William (links im Bild) glich in der 41. Minute mit einem herrlichen Schlenzer zum 1:1 aus.
Wolfsburgs William (links im Bild) glich in der 41. Minute mit einem herrlichen Schlenzer zum 1:1 aus.  © DPA

Es ging Schlag auf Schlag weiter, die Partie hatte ein enormes Tempo.

In der 14. Spielminute gab es Aufregung, als nach einer Szene im Wolfsburger Strafraum der Videobeweis hermusste. Und die TSG bekam von Schiedsrichter Deniz Aytekin in der Folge tatsächlich einen Elfmeter zugesprochen!

VfL-Verteidiger Robin Knoche hatte Nico Schulz nach einem Abpraller vor einer möglichem Torschuss von den Füßen geholt. Andrej Kramarić trat an, schaute VfL-Torhüter Pervan gut aus, aber traf nur den linken Pfosten! Die große Chance auf eine frühe 2:0-Führung war damit vergeben.

Danach verschnauften beide Teams für kurze Zeit, bevor die Gäste aus Niedersachsen etwas mehr die Kontrolle übernahmen. Hoffenheim ließ sich untypisch hinten reindrücken, hochkarätige Torchancen wie zuvor blieben aus.

Die Wolfsburger hatten ab der 25. Minute dann ihre bis dahin stärkste Phase im Spiel, Hoffenheim kam kaum zu Entlastungen. Oliver Baumann musste seine TSG in der 38. Minute dann wieder vor größerem Schaden bewahren, als Maximilian Arnold viel zu leicht an Florian Grillitsch vorbeizog und aus 18 Metern abzog. Baumann klärte zur Ecke.

In der 41. Minute war Hoffenheims Schlussmann dann jedoch machtlos. Nach einem schlecht abgewehrten Angriff kam Wolfsburgs William am linken Strafraumeck an den Ball und erzielte mit einem wunderbaren Schlenzer ins rechte Eck den verdienten 1:1-Ausgleich. Dabei blieb es bis zur Halbzeit.

Baumanns Bock bringt Wolfsburg in Front

Hoffenheims Trainer Julian Nagelsmann ist nach der 1:4-Niederlage gegen Wolfsburg bedient.
Hoffenheims Trainer Julian Nagelsmann ist nach der 1:4-Niederlage gegen Wolfsburg bedient.  © DPA

Beide Teams gingen unverändert in die zweiten 45 Minuten.

Der Beginn der Halbzeit verlief etwas ruhiger als der Anfang der Begegnung. Sowohl die TSG, als auch der VfL starteten vereinzelte Angriffe nach vorne, jedoch ohne die ganz große Durchschlagskraft.

In der 57. Minute dann die ersten Wechsel: Julian Nagelsmann brachte Leonardo Bittencourt für Nadiem Amiri. Bruno Labbadia wechselte auf Seiten der Wolfsburger Sebastian Jung aus, für ihn kam Renato Steffen ins Spiel.

In der 61. Minute hatte VfL-Kapitän Josuha Guilavogui dann die Chance, für die Gäste auf 2:1 zu erhöhen, tauchte nach einer Flanke völlig frei vor Oliver Baumann auf, konnte den Ball jedoch nicht kontrollieren. Sechs Minuten später verpasste Kasim Adams auf der Gegenseite mit einem Kopfball nach einer Ecke nur knapp.

In der 69. Minute schlugen dann jedoch die Wolfsburger zu und das für die TSG ganz bitter: Nach einer Flanke köpfte Wout Weghorst aus eigentlich unmöglichem Winkel nicht besonders stark aufs kurze Eck. Der bis dahin so starke Oliver Baumann war zur Stelle und wollte den Ball fangen, bekam ihn jedoch nicht richtig zu packen - die Murmel rutschte durch! Ein Torwartbock sorgte für das 1:2 aus Hoffenheimer Sicht.

Hoffenheim versuchte nochmal alles nach vorne, rückte weit auf und die Gäste hatten bei Kontern extrem viel Platz. Die Entscheidung fiel dann in der 85. Minute durch den Treffer von Maximilian Arnold, bei dem Baumann erneut nicht gut aussah. Wout Weghorst erhöhte drei Minuten später sogar noch auf 4:1.

Damit verliert die TSG im Kampf um die Champions League nach zuletzt vier Siegen in Folge empfindlich an Boden. Hoffenheim liegt vier Punkte hinter Frankfurt auf Platz 7 der Tabelle, Wolfsburg ist bis auf einen Zähler an die TSG herangerückt.

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