Komplett chancenlos! 1860 München geht in Magdeburg unter

Magdeburg - Sportliches Desaster! Der TSV 1860 München hat am 6. Spieltag der 3. Fußball-Liga beim 1. FC Magdeburg eine heftige 1:5 (0:4)-Packung kassiert.

Stress mit dem Ex: Seine Rückkehr nach Magdeburg hatte sich TSV-Kicker Dennis Erdmann (r.) anders vorgestellt.
Stress mit dem Ex: Seine Rückkehr nach Magdeburg hatte sich TSV-Kicker Dennis Erdmann (r.) anders vorgestellt.  © Imago Images / Contrast

Die Treffer für die Gastgeber erzielten Aaron Berzel mit einem Eigentor (14. Minute), Christian Beck (28., 41.), Sören Bertram (39.) und Björn Rother (74.). Für die Gäste aus München traf Markus Ziereis (90.+1).

Nachdem beide Mannschaften in der vergangenen Woche jeweils 0:0 spielten, wurde auf beiden Seiten die taktische Formation geändert.

So ließ Trainer Daniel Bierofka für den TSV 1860 München seinen Kapitän Felix Weber auf der Bank sitzen. Für ihn übernahm der Ex-Magdeburger Dennis Erdmann. Außerdem stand Stefan Lex für Fabian Greilinger auf der rechten Außenbahn.

Auch auf Magdeburger Seite wurde an den Stellschrauben gedreht. Die übliche 4-2-3-1-Formation wurde über Board geworfen und stattdessen auf ein 4-4-2 gesetzt.

Die Gastgeber stellten die Weichen früh auf Sieg und arbeiteten sich immer wieder vor das Gehäuse von Hendrik Bonmann im Kasten der Sechzger. Die Löwen ihrerseits konnten nur reagieren und gaben ungefährliche Alibi-Schüsse auf das Tor ab.

Bis zur 14. Minute verlief die Partie deshalb relativ unspektakulär, ehe schließlich der erste Jubel in der fast ausverkauften MDCC-Arena ausbrach. So flankte Bertram von rechts in Richtung Torraum, Berzel wollte das Leder ins Toraus köpfen - und lenkte die Kugel dabei in die eigenen Maschen. Die Gäste wollten sich nichts anmerken lassen und schalteten einen Gang höher.

Doch der nächste Dämpfer ließ nicht lange auf sich warten. In der 28. Minute zappelte das Netz erneut hinter Löwen-Torwart Bonmann. Einen langen Pass von der Mittellinie spielte Magdeburgs Dominik Ernst mittig vors Tor, im Strafraum hatte Christian Beck dann freie Auswahl, wie genau er den Ball am Keeper vorbei und damit in den Kasten schieben will.

Ungefährliche Löwen ohne Chance beim Favoriten

Gnadenlos im Stich gelassen wurde Hendrik Bonmann beim 5:0 in Magdeburg.
Gnadenlos im Stich gelassen wurde Hendrik Bonmann beim 5:0 in Magdeburg.  © imago images / Hartmut Bösener

Und weil das Tor so schön war, konnten die Zuschauer in der 39. Minute das Ganze noch einmal genießen - sofern man Fan der Magdeburger war.

Langer Pass auf die rechte Seite - diesmal auf Ernst - der spielte mittig vor das Tor und bediente dort den vereinsamten Bertram.

Wer nun glaubte, dass so etwas kein drittes Mal passieren konnte, musste lediglich knapp zwei Minuten warten, ehe er eines Besseren belehrt wurde. Eben noch als Torschütze gefeiert, spielte Bertram von der rechten Seite vor das Tor und Beck das Leder entspannt an Bonmann vorbei zum 4:0.

Die Gastgeber schienen nur einen einzigen Angriff einstudiert zu haben. Und der TSV fand kein Mittel dagegen. Und nicht nur das, die Löwen waren bis dahin etwa so torgefährlich wie eine Stehlampe.

Kleine Umstellung nach dem Seitenwechsel auf Seiten der Gäste: Lex nahm auf der Bank Platz und Dennis Dressel kam für ihn aufs Feld.

Erstmals kreierten die Münchner nun auch vereinzelt Torchancen, jedoch ohne einen Abschluss zu finden. Die Gastgeber schalteten komplett in den Leerlauf, standen abwehrend auf dem Platz und wagten nur selten einen Angriff. Warum auch?

Der Treffer in der 74. Minute durch den eingewechselten Rother zum 5:0 und der Ehrentreffer zum 1:5 durch Ziereis in der 91. waren auf beiden Seite nur noch Ergebniskosmetik.

Das Trauma sollte der TSV schnell verarbeiten, denn mit Chemnitz und Jena stehen bereits die nächsten beiden Gegner aus dem "wilden Osten" bereit.

Titelfoto: imago images / Hartmut Bösener

Mehr zum Thema TSV 1860 München:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0