Ganz bitter: 1860 kassiert in der Nachspielzeit den Ausgleich in Braunschweig

Braunschweig - Unentschieden! Der TSV 1860 München hat den Sieg im verbissen geführten Löwenduell zwischen zwei starken Rückrundenteams (Dritter gegen Fünfter) verpasst und bei Eintracht Braunschweig nur 1:1 (0:0)-Unentschieden gespielt.

Philipp Steinhart (l.) bejubelt mit Daniel Wein sein Tor zur zwischenzeitlichen 1:0-Führung des TSV 1860 München bei Eintracht Braunschweig.
Philipp Steinhart (l.) bejubelt mit Daniel Wein sein Tor zur zwischenzeitlichen 1:0-Führung des TSV 1860 München bei Eintracht Braunschweig.  © Imago

Die Tore im Eintracht-Stadion vor 21.235 Zuschauern erzielten Phillipp Steinhart zum 1:0 für 1860 (68. Minute), ehe Julius Düker zum 1:1 für Braunschweig ausglich (90+1.).

BTSV-Coach André Schubert tauschte seine Startformation auf drei Positionen aus: Nils Rütten, Yari Otto, Mike Feigenspan rückten für Steffan Nkansah (Rot-gesperrt), Marc Pfitzner (Gelb-gesperrt) und Marcel Bär (Bank) in die erste Elf.

1860-Trainer Daniel Bierofka vertraute in seinem ersten Spiel als ausgelernter Fußballlehrer hingegen derselben Mannschaft, die den 1:0-Sieg gegen den SV Meppen erkämpft hatte.

Dieses Team sah sich schon zu Beginn dem Druck der Hausherren ausgesetzt. Chancen blieben allerdings Mangelware.

So entwickelte sich eine verhaltene, taktisch geprägte Partie, in der keiner der Akteure den ersten entscheidenden Fehler machen wollte.

Den machte dann jedoch 1860-Keeper Marco Hiller, der einen 28-Meter-Knaller von Bernd Nehrig nach vorne abprallen ließ, sodass Manuel Janzer zur Führung abstauben konnte. Doch als die Gastgeber bereits einige Sekunden jubelten, pfiff Schiedsrichter Eric Müller den Treffer zurück - Abseits! Glück für Hiller, aber auch eine korrekte Entscheidung des Gespanns.

Nun war die Stimmung hitzig. Die davon angestachelten Braunschweiger hatten in der Folge eine Drangphase, in der Hiller einige Male rettend eingreifen musste. Dann sorgte der Torhüter aber für einen Schock: Er spielte die Kugel BTSV-Flügelstürmer Feigenspan in die Füße, der Janzer bediente. Der Ex-Kieler schoss jedoch weit über das verwaiste Tor - was für eine Gelegenheit (27.)!

Braunschweigs Sturmtank Philipp Hofmann (M.) behauptet den Ball gegen gleich zwei Sechziger.
Braunschweigs Sturmtank Philipp Hofmann (M.) behauptet den Ball gegen gleich zwei Sechziger.

Das sollte jedoch die letzte Möglichkeit im ersten Abschnitt gewesen sein. Die Braunschweiger waren zwar weiterhin überlegen, konnten die gut geordnete Münchner Defensive aber nicht mehr knacken. Selbst kamen die Sechziger dafür nur ganz selten in die gegnerische Hälfte.

Im zweiten Durchgang übernahmen die Hausherren sofort wieder die Initiative. Die Münchner wussten sich oft nur noch mit Fouls gegen die Gastgeber zu helfen. Aus den vielen Standardsituationen konnte der BTSV aber kein Kapital schlagen.

Ganz anders die Sechziger: Ein Freistoß von Philipp Steinhart aus halbrechter Position segelte haarscharf an mehreren Spielern vorbei und schlug mittig im Tor ein - da sah der überraschte BTSV-Torwart Jasmin Fejzic unglücklich aus! Aus dem Nichts führten die Münchner mit 1:0 (68.).

Braunschweig brauchte einige Zeit, um sich davon zu erholen. Doch in der Nachspielzeit schlug Niko Kijewski eine perfekte Flanke auf den eingewechselten Düker, der mit seinem ersten Tor für die Eintracht per Kopf den 1:1-Ausgleich erzielte (90+1.).

Am kommenden Sonntag muss Braunschweig beim Tabellenführer VfL Osnabrück antreten (14 Uhr), während 1860 einen Tag später (19 Uhr) zur SG Sonnenhof Großaspach reisen muss.

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